Jahrgang 
5 (1851)
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morgen, nte Ant⸗ die Ent⸗ gemacht l wiſſen, ſtattge⸗ Robert iſt mich Du ſiehſt Kun gut, jebſt ihn

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onſtance Leben! griff mit nächſten ſſers bei

onſtance.

Robert,

nit aller ee dünne, ſſett und er, wat⸗ Kleid der

Muütter!

An und auf der See.

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aufſpringend.

Ich glaube! entgegnete der Baron.

Robert war aber bereits hinausgerannt und das letzte Wimmern der Geliebten diente ihm zum Wegweiſer. Er ſtürzte nach ihrem Gemache und riß die Thür auf, wo ihm die von dem noch warmen Blute bedeckte Schweſter ent⸗ gegentrat.

Unm Gotteswillen, Nanny, was giebt es? rief er erbleichend.

Blut, Bruder! antwortete die Entſetzliche. Blut, wie damals, als Du mir das Deinige zu koſten gabſt!

Nanny! ſtammelte Robert entſetzt. Sein Blick war auf Conſtance gefallen. Nanny, was haſt Du gethan?! und warf ſich auf die beſinnungslos am Boden liegende Geliebte, de⸗ ren Blut auch ihn färbte.

Nanny ſprang unterdeſſen zur Thür hinaus. Auf der Treppe begegnete ſie dem Regierungsrath.

Kind! rief auch dieſer entſetzt, was iſt geſchehen?

Das Mädchen gab keine Antwort und eilte der Hausthür zu.

Haltet ſie auf! ſchrie der Baron einigen Domeſtiken zu, welche halb nackt und noch halb im Schlafe erſchienen; doch Niemand wagte es, Hand an die geſpenſterhafte Erſcheinung zu le⸗ gen, und Nanny erreichte das Freie.

Die nachſtürzenden Männer ſahen ihr wei⸗ ßes Kleid im Sturme flattern; das Mädchen eilte einem auf dem Hofe befindlichen offenen Brunnen zu, und gleich darauf hörten Alle ein Plätſchern durch das Sturmgebraus. Das weiße Kleid war verſchwunden.

Gerechter Gott! rief der Baron. Schafft Leitern her!

Es währte nur zehn Minuten, bis man Nanny wieder aus dem Brunnen zog, doch ſie waren hinreichend geweſen, die Unglückliche ihren Zweck erreichen zu laſſen; man brachte nur eine Leiche in das Schloß zurück.

Als gleich darauf der Doktor Müller, ein würdiger Greis mit weißem Haupte, im Schloſſe anlangte, fand er von Nanny nur noch deren Hülle, aber ſtatt ihrer eine andere Patientin.

Die junge Dame wird geneſen, beruhi⸗ gen Sie ſich! waren die erſten Worte, welche der ehrwürdige Doktor ſprach, nachdem er das Blut geſtillt und die Wunde genauer unterſucht hatte.

Das war ein trauriger Anfang des Chriſt⸗ feſtes für Schloß B. und ſeine Bewohner; die Woche aber ſollte unter Schrecken enden.

ſi 9 War das nicht ein Hülferuf? ſagte Ro⸗ er

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XLI. Rückkehr des Piraten.

Als der Pirat ſeinen Gefangenen auf dem atlantiſchen Ocean in Freiheit geſetzt, begab er ſich in einem Zuſtande ſonderbarer Gemüthsbe⸗ wegung unter das Verdeck, während der Schoo⸗ ner ſeinen Kours ſüdwärts weiterſteuerte.

Der Kapitain blieb den Reſt des Tages und die ganze Nacht allein; am Morgen aber ſtieg er wieder auf das Deck, um ſeine Blicke über das Schiff und die See gleiten zu laſſen. Sein Ausſehen war ſo verändert, daß die Seeleute ihn verwundert betrachteten und Rudolph nicht wenig beſorgt nach dem Befinden ſeines Freun⸗ des fragte.

Ich fühle mich ganz wohl! war die kurze Antwort des Kapitains, welcher einen ziemlich heftigen Spaziergang auf dem Verdecke begann.

Eine Stunde vielleicht mochte vergangen ſein, als der Kapitain ſich plöͤtzlich aufrichtete, an die Bouſſole ging und ſeine Pfeife ertönen ließ. Die Mannſchaft eilte herauf und blickte lüſtern umher; aber nirgends zeigte ſich ein Schiff.

Der Pirat fragte den wachhabenden Offizier, wo man ſich befinde, und als er die Antwort erhalten, befahl er, umzulegen.

Drei Tage und eben ſo viel Nächte ſteuerte man nach Norden. Am Morgen des vierten ſagte der Kapitain:

Nach meiner Rechnung müßten wir die Brigg bereits überholt haben. Wir werden hier kreuzen.

Der Schooner kreuzte jetzt vier Tage lang, ohne die Brigg zu erblicken, und man ſegelte

wieder einige Zeit nordwärts, bis der Sturm

aufſprang, welcher dem Schweden ſo viel zu ſchaffen machte. Der Pirat befand ſich auf der Höhe von Rochelle.

Ein tüchtiger Segler, konnte derſelbe trotz des Sturmes See halten. Als der Sturm vor⸗ über, fand eine Berathung zwiſchen dem Kapi⸗ tain und ſeinen Offizieren Statt, welche alle der Meinung waren, daß die Brigg nicht an ihnen vorüberpaſſirt ſei, oder vor dem Schooner die Breite, auf welcher derſelbe ſich befand, er⸗ reicht haben könnte.

Der Kapitain war ebenfalls dieſer Meinung und ließ wieder ſüdwärts ſteuern, bis zu den Inſeln des grünen Vorgebirges, ohne die Brigg in Sicht zu bekommen. Es war dies auch be⸗ reits unmöglich geworden, denn wie wir wiſſen, war die Brigg nicht mehr und von ihrer Equi⸗

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