—
ꝛRobert. in mag? theit hat Hemüths⸗
nicht ſel⸗ terungen Geneſung
einigem
de ſehen? ee Dienſte je die der
nte. Ich ſche aus⸗
ſch, mein
der Ge⸗ aron und
er eigent⸗ iner Lei⸗
nicht ſo
erre arme
ngsrath. freudig,
ie Thüt jebenden und zit⸗ eliebten, n ſtarren n ſchien. t! ſagte bemerkte, en- und bereits
bert das üͤber die rabhän⸗ ung des icht aus
t junge dopf der
——
An und auf der See.
215
— Robert— Robert! rief die Kleine ängſt⸗ lich, aus ihrem Schlummer aufſchreckend, und ſchlang beide Arme um ihn, biſt Du da?— O, ich träumte von Dir ſo ſchön und mir war ſo wohl!
Der Geſichtsausdruck, mit welchem Nanny dieſe Worte begleitete, war grauenerregend, und Conſtance barg entſetzt ihr Geſicht an dem Ge⸗ liebten. Als Jene dieſe Letztere bemerkte, ſtieß ſie einen tiefen Seufzer aus und ihre Arme ſanken wieder herab.
— Beruhige Dich, Nanny, mein Kind! ſagte Robert, Du biſt krank, arme Schweſter, und dabei ſo unvorſichtig, das Fenſter zu öffnen.
— Oh, Bruder, ja, das Fenſter. Hörſt Du nicht den Sturm und die Wellen draußen?— So war es auch, als— als— nun, als wir Beide nur einzig und allein auf der Welt wa— ren, das heißt für uns, Robert—!
„— Ich bitte Dich, Nanny! unterbrach ſie Robert, indem er das Fenſter ſchloß, rege Dich nicht auf, arme Schweſter. Wo iſt Marie?
— Ich habe ſie fortgeſchickt. Sollte ich noch mehr Glücklichen das Feſt verderben? Oh, mich trifft ja ſchon ſo große Schuld!
Nanny bedeckte ihr Geſicht mit beiden Händen.
— Nanny, Nanny! rief Robert, der es jetzt bereute, dem armen Kinde auch nur einen Augen— blick gezürnt zu haben. Gieb Dich doch nicht ſolchen Gedanken hin!
Der junge Mann verſuchte jetzt die Kranke wieder zu Bette zu bringen, während Conſtance die pflichtvergeſſene Dienerin rief und eine Taſſe Thee holte. Mit Conſtance kamen zugleich die Eltern und die übrigen Geſchwiſter.
Nanny lächelte Allen zu, reichte ihnen die Hand und bat um Verzeihung.
— Mein Kopf, mein Kopf! jammerte ſie, er droht zu zerſpringen!
Man ſuchte ſie zu beſänftigen. Als ſich aber Alle entfernt hatten, weinte das Mädchen bit⸗ terlich und ward dann ruhiger. Das Geſicht nach der Decke zugewendet, blieb ſie regungslos liegen, bis ihre Wärterin entſchlummerte. Der Arzt war immer noch nicht angekommen und der Regierungsrath und Robert erwarteten denſel⸗ ben. Erſterer hatte der Dienerin befohlen, wenn ſich Nanny's Zuſtand verſchlimmere, zu rufen.
Nanny's Zuſtand verſchlimmerte ſich aber nicht und die Dienerin konnte über denſelben nichts melden, weil ſie in einen Todtenſchlaf ver⸗ ſunken war, aus dem ſelbſt das Sterberöcheln ihrer Pflegebefohlenen ſie nicht erweckt hätte. Dagegen war die vorherige ſanftere Gemüths⸗ ſtimmung des unglücklichen Kindes verſchwunden
—
———
und eine andere, ein wilder Schmerz an deren Stelle getreten.
Nanny ſah nur noch die glückliche Geliebte vor ſich, welche ihr den Geliebten entriſſen, ſie ſah in dieſer nur ihre Feindin und in deren Entfernung ihr Glück; dieſe Entfernung aber konnte in Güte oder durch Gewalt geſchehen, und um ſolche Maßregeln drehten ſich nun die Gedanken des wirbelnden Gehirns des Mäd⸗ chens. Nanny beſchloß, die Güte zu verſuchen und bei ihrem Mißlingen Gewalt anzuwenden, um ihren Zweck zu erreichen.
Bis auf wenige Nachtlichter in den Schlaf— zimmern, einer trüben Lampe auf dem Korridor und dem Lichte im Zimmer des Barons, bei dem der Regierungsrath und Robert im vertrauten Geſpräche ſaßen, waren längſt alle Kerzen im Schloſſe erloſchen; bis auf den Baron und Ro⸗ bert lagen bereits lange alle Bewohner deſſelben im tiefen Schlafe, dem ſelbſt die über die Kranke wachende Dienerin nicht hatte widerſtehen kön⸗ nen, und bis auf den heulenden Sturm und das entfernte, dumpfe Brauſen der Meereswogen hörte man weit und breit kein Geräuſch mehr, denn es war faſt Mitternacht. Da erhob ſich Nanny leicht und leiſe von ihrem Lager, um ein Nachthabit anzulegen.
Als dies geſchehen, nahm ſie ein kleines Meſſer aus ihrem Schmuckkäſtchen, barg daſſelbe in ihrem Buſen und verlöſchte das Licht; die Dienerin deutete durch ihr langgehaltenes, re⸗ gelmäßiges Athmen an, daß alle dieſe Bewe— gungen ihren feſten, geſunden Schlaf nicht im Mindeſten geſtört, und ungehindert trat Nanny, in ihrem leichten, weißen Nachtkleide nicht un⸗ ähnlich einem Geſpenſte, welches, in den alten Räumen der Burg ſeinen Umgang zu halten, dem Grabe entſtiegen, aus dem Gemache auf den Korridor. Leicht glitt ihr Fuß über den Boden, und bald ſtand ſie vor dem Zimmer der von ihr beneideten und angefeindeten Braut Roberts. Nanny klopfte leiſe. Sie pochte wie⸗ derholt, bis die Schweſter erwachte und ſich meldete.
— Wer klopft? fragte Conſtance noch halb im Schlafe, als ſie das wiederholte Pochen durch den Sturm vernahm.
— Ich bin es, Nanny, Deine Schweſter!
— Um Gotteswillen, Nanny, was willſt Du?
— Mit Dir ſprechen, Conſtance; öffne, meine Schweſter!
Conſtance öffnete die Thür ihres Gemaches und ließ, das Nachtlicht in der Hand, den ſpä⸗ ten Beſuch ein; aber ſie erſchrak heftig, als ſie
.—
———— 4— ——


