10 Der Orang⸗Atang.
Mädchens nicht verſtanden, ſo wurden uns die⸗ ſelben doch durch die Handlungen der Weddah's klar. Sie erhoben ſich, und nachdem ſie das Feuer durch einige ſtarke hinzugeworfene Scheite Holz aufgeflammt, näherten ſie ſich dem Körper des Todten, zogen das weiße Tuch von dem⸗ ſelben fort und ließen uns den Leichnam eines ehrwürdigen Greiſes mit langem, weißem Bart erblicken.
Das junge Mädchen war der Leiche eben⸗ falls nahe getreten und betrachtete ſie mit einem Blicke unſäglichen Schmerzes. Dann breitete ſie ihre Hände über dieſelbe aus, und es folg— ten nun einige Ceremonien, die wir nicht deut⸗ lich erkennen konnten. Dann nahmen vier Weddah's den Leichnam, trugen ihn nach dem Felſen, ſtiegen auf einigen übereinandergelegten Steinen hinan und ſchürten das Feuer von Neuem. Unterdeſſen folgte das junge Mädchen allen dieſen Bewegungen mit traurigen Blicken. Ein friſcher Windzug erhob ſich und wehte ihr langes Haar auseinander. Die Flammen kni⸗ ſterten und ſprühten. Die Weddah's drängten ſich von allen Seiten näher. Es war ein ſchau⸗ riger, ergreifender und ſeltſamer Anblick.
Jetzt legten die Weddah's den Leichnam in
die Flammen, in denen er ſofort verſchwand.
Der Dampf wirbelte ſtärker auf und die Flamme war jetzt ſtark genug, um den Körper in weni⸗ gen Minuten verzehrt zu haben.
Das junge Maädchen ſtieß ein klagendes, melodiſches Geſchrei aus, warf ſich dann auf die Erde und wühlte in ihrem Haar. Das Alles ſchien uns begreiflich genug. Selbſt die Cingaleſen verbrennen ihre Todten. Weshalb ſollte es nicht auch bei den Weddah's der Fall ſein?
Wahrſcheinlich war es die Tochter des Ge⸗ ſtorbenen, die um ihren Vater klagte. Indeſ⸗ ſen ſtimmten dieſe einfachen und wenig feier⸗ lichen Gebräuche doch nicht ganz mit dem über⸗ ein, was ich über die Verbrennung der einga⸗ leſiſchen Todten gehört und geleſen hatte. Die Weddah's benahmen ſich ganz theilnahmlos und ſchienen Zuſchauer zu ſein, wie wir.
Jetzt erhob ſich das junge Mädchen, ging
langſam und mit gekreuzten Armen ſchweigend rings um den Fels und ſtieg dann die Stufen zu demſelben hinan.
— Ohol flüſterte Sir Arthur. Das ſcheint ja wirklich, als wäre es ein Hindumädchen oder das Weib des Geſtorbenen und als wolle ſie ihm nachfolgen!
Ich bemerkte, wie George eine Bewegung machte, um vorzuſtürzen. Noch zögerte er in⸗ deſſen. Ich ſab jedoch an ſeinem flammenden Auge, wie ſehr ihn die ganze Scene aufregte. Lucky ſtand neben ihm, und ſeine hellen, glän⸗ zenden Augen ruhten unverwandt auf dem Mädchen.
Dieſes ſtieg unterdeſſen langſam den Fels hinan, auf jeder Stufe ausruhend, als zögerte ſie, ſich dem grauſamen Flammentode zu weihen. Vielleicht war ihr dieſe Langſamkeit auch durch ihre Geſetze vorgeſchrieben. Dicht neben dem Feuer ſtand ſie ſtill. Wir ſahen deutlich ihre ſchöne Geſtalt. Sie ſtand ſo, daß wir ſie von dem Feuer beleuchtet ſahen. Noch ſehe ich ſie deutlich vor mir, in der Fülle der erſten Ju⸗ gend, mit dem melancholiſchen, reſignirten Blick. Das Feuer züngelte um ſie herum und leckte nach ihr hin, als ſei es begierig, ſeine Beute zu ergreifen. Wir glaubten jeden Augenblick, die Flammen wuͤrden ihr Kleid erfaſſen, das ſich, vom Winde getrieben, feſt an ihren gra⸗ ziöſen Körper anſchmiegte. Dann erhob ſie die Hände und ſchien bereit, ſich in die Flammen zu ſtürzen.
— Goddam rief George laut. Ein Schurke, wer ſo etwas duldet!
Und mit der Schnelligkeit eines Hirſches ſtürzte er auf den Felſen zu, der nur zwanzig Schritte von uns entfernt war, ſprang mit we⸗
nigen Sätzen die Stufen hinan und ſtand neben
dem Mädchen. Wir eilten ihm nach.
Aber ſchon war das Mädchen nicht mehr
allein. Mit George zugleich war eine andere Geſtalt auf der Felſenplatte erſchienen— ein Weddah, jung, muskulös, mit funkelnden Augen. Er hatte das Mädchen ergriffen, das einen lau⸗ ten Schrei ausſtieß..
Im nächſten Augenblicke hatten wir Alle den
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