Jahrgang 
4 (1867)
Einzelbild herunterladen

1476

eine Ar⸗ ſprdeln⸗ der untere ſſer hinah cdäumen. echſel der llig einer eht's die am Fuße mkommen daupt und urzer Zeit e an 700 ſein Fall ununter⸗ n Schnee⸗ mnd Erha⸗ er Felſen nend ewig der dunkel der Seite kann die

concagua den, ihren en Anblick, genaunt. in regel⸗ egenannt, roßen und zt, laſſen breit, mit gepflaſterte der Oiſſeite einen au⸗ ſowie die von Pra den 27 fübtt. Der eler Meilen Lederzeug, friſſe; aus Producte fläden von zeugt von dan Ci guadra be⸗ Produckion unglaublich wegs in der der großen veräußerni zen an.

1477 Kleines Roman⸗Magazin.

oder minder heftig auftreten. Die chriſtlichen Engländer machen gute Geſchäfte, indem ſie auf ihren Fahrzeugen jährlich aus Indien und dem öſtlichen Archipelagus etwa 40,000 mohamedaniſche Pilger nach Dſcheddah bringen. Manches Schiff iſt mit 1000 bis 1200 Menſchen belaſtet.

Das Tanzen im Morgenlande. Das Tanzen wird im Morgenlande faſt nur von Weibern geübt, und gilt im Allgemeinen für eine des Mannes unwürdige Beſchäftigung. Bei öffentlichen oder Privatfeſtlichkeiten pflegen nicht ſelten gedungene Tänzerinnen zu tanzen, die das Tanzen als Gewerbe betreiben. Auch Knaben und Jünglinge tanzen zuweilen, als Weiber verkleidet, aber Männer als ſolche ſehr ſelten. Wenn männliche Araber tanzen, wie es in manchen Abbildungen dargeſtellt iſt, ſo gleichen ihre Bewegungen mehr denen eines lebhaften Redners oder eines Schauſpielers, als eines Tänzers. Die Arme und der Kopf werden mehr bewegt als der Körper ſelbſt, eines muſikaliſchen Inſtrumeuts bedienen ſie ſich dabei nicht, ſondern ſchlagen den Tact ſehr heftig mit den Händen. Zuweilen ſoll auch ein Kriegstanz bei den Arabern vorkommen, durch den ſie ſich vor einem Angriffe in einen hohen Grad von Auf⸗ regung verſetzen.

Das häusliche Leben in Japan.Nichts machte auf mich in Japan einen angenehmeren Eindruck, ſagt Dr. H. Maron in ſeinem Werke über China und Japan,als die in dem Familien⸗ kreiſe herrſchenden freundſchaftlichen Beziehungen. Die geſellige Stel⸗ lung der Frau iſt urſprünglich und natürlich. Sie iſt nicht Sclavin, wie bei den andern aſiatiſchen Nationen; eben ſo wenig iſt ſie aber auch die verzärtelte, verwöhnte Gattin, wie wir ſie mit einer ſo übertriebenen Anbetung verehren; ſie iſt die Freundin und Rath⸗ geberin ihres Gatten, welcher ihr unveränderlich Anfmerkſamkeit und Achtung beweiſt, die Theilnehmerin an ſeinen Beſtrebungen, und während ſie, ſollte ſie von außen je durch eine Beleidigung ange⸗ griffen werden, durch die Heiligkeit der Sitte vor jeder Roheit be⸗ ſchützt wird, iſt ſie ſicher, ſchnell und ritterlich vertheidigt zu werden. Aber ihr Gebiet beſchränkt ſich auf die Ueberwachung des Haushalts und die Erziehung ihrer Kinder. Die ernſtern Anſprüche des Ge⸗ ſchäftes und der Autorität gehören blos dem Manne. Die Be⸗ ziehungen zwiſchen Eltern und Kindern und die vernünftige Art, wie die Letztern erzogen werden, ſind nicht die am wenigſten be⸗ wundernswerthen Züge des japaneſiſchen häuslichen Lebens. Die

Regeln, welche in dem Erziehungsſyſtem zur Geltung kommen, ſind

den Geſetzen, welche den Staat regieren und welche auf jede Ver⸗ letzung eines blinden, einfältigen Gehorſams die Todesſtrafe ſetzen, ganz entgegengeſetzt. Das Kind wird im Gegentheil mit einer un⸗ erſchöpflichen Geduld behandelt, und wenn an die Stelle der Ueber⸗ redung und freundlichen Vorſtellungen Beſtrafung treten muß, ſo nimmt man zu der mildeſten, die ſich nur erdenken läßt, ſeine Zu⸗ flucht. Ich bin nie Augenzeuge der Züchtigung eines Kindes ge⸗ weſen, noch habe ich ein Inſtrument entdeckt, das möglicher Weiſe zu einem ſolchen Zweck benutzt werden konnte. Eben ſo wenig kann ich mich erinnern, irgend eine kindliche Stimme ſchluchzen oder ſchreien gehört zu haben; dagegen kann ich der Wahrheit gemäß verſichern, daß ich in keinem Lande der Erde ſo durchaus wohler⸗ zogene, liebenswürdige Kinder gefunden habe, wie die in Japan ſind..

Indianer-Sommer. In dem einen Wort liegt alles, was das Klima Nordamerika's thut, um die zahlreichen Unbilden gut zu machen, welche es im Kreislauf des Jahres dem Menſchengeſchlecht zufügt. Der ſtrenge und lange Winter löſt ſich nicht, wie in der europäiſchen Heimath, allmälig in einen dauernden Frühling, ſon⸗ dern wenige Tage genügen der Sonne, um das Regiment des Eis⸗ gottes zu ſtürzen und den Sitz des Entthronten in flammender Majeſtät einzunehmen. Der ſchöne Lenz mit ſeiner ſchrittweiſen Entwickelung animaliſcher und vegetabiliſcher Lebenspracht, mit ſeinen lauen Lüften, die jeden Traum zum vollen bewußten Daſein emporküſſen hier fehlt er. Keiner Nachtigallenkehle entſteigt das ſchmelzende Brautlied des Frühlings, kein Lerchenjubel trägt dem Himmel die Kunde zu, daß die Bruſt der Erde ſich mehr und mehr weitet, daß aus allen Keimen Knospen, aus allen Knospen Blumen

werden. Und wie die Vögel ohne Stimmen und die Gebüſſche ohne Geſang ſind, ſo phlt auch den über Nacht grünenden und blühenden Fluren jenes tauendfache Aroma, welches in den Flittertagen des Mai auch dem unanſehnlichſten Kraute entſtrömt. Es gibt hier eben kein Frühjahres wird gleich Sommer.. Und welch' ein Sommer! Die herrlieſten Früchte, Melonen Pfir⸗ ſiche und Tomato's zeitigt ſein heißer guch in wenigen Tag gen

aber auch hunderte von Menſchenleben vordert er als Opfer des Sonnenſtichs. Das beſte Mittel gegen Zieſe Unerbittlichkeit der Sonne iſt, an die Geſtade des Meeres zuriiehen, womöglich ſich badend in die Arme des wohlthätigen Elem te zu ſtürzen. Die Nächte des Sommers bringen keine Entſchäditg fur die Feind⸗ ſeligkeiten ſeiner Tage; von ganz ungleicher, wechender Temperatur ſind dieſelben in ihrer Art ebenſo unerträglich, e diefe. Das Schönſte, was der Indianer⸗Sommer bieten kann, eine Fahrt

4m r auf dem Hudſon, dem der Name, deramerikaniſche hein bei⸗ gelegt iſt.

Die Wittwen⸗BVerbrennungen in Indien. Ed fordert große Anſtrengungen, dieſen abſcheulichen Brauch auszurott, weil gerade die Frauen ſelber in dem Wahne ſtehn, daß ſie ſich un uch ihren verſtorbenen Mann entehren, wenn ſie ſich nicht von r Flamme zerſtören laſſen. Indiſche Blätter berichteten neulich eine. merkwürdigen Fall. Unter den eingebornen Fürſten hette ein Radſch⸗ pute, Maharao⸗Ram⸗Singh, Herr des Fürſtentzums Kotah, ſich rühmlich dadurch ausgezeichnet, daß er mit aller Kraft jenem heil⸗ loſen Brauch entgegenarbeitete. Nun hat es ſich aber getroffen, daß die Wittwe gerade dieſes Mannes Alles aufbot, um auf dem Scheiter⸗ haufen zu ſterben; ſie wollte ſich in der Hauptſtadt von Kotah, die Harauti heißt, öffentlich verbrennen und war in hohem Grade empört, daß der britiſche Präſident Bruce ſolch ein Todtenopfer nicht dulden wollte. Er ſperrte die Fürſtin ein, aben ſie erbrach die Thüre und wollte ſich platterdings verbrennen. Man mußte ſie noch einmal feſtnehmen und ſie blieb fortan unter ſtrenger Ueberwachung.

Der chineſiſche Seifenbaum. Der chineſiſche Seifenbaum, die Quelle eines bedeutenden Handels in den nördlichen Theilen Chinas, iſt nun auch nach Indien verpflanzt worden. Er wächſt bereits in großer Menge in den nordweſtlichen Provinzen und im Pendſchab, wo man mehr als zehntauſend dieſer Bäume in den Pflanzungen der Regierung zählt, welche Tonnen von Samen lie⸗ fern, der ſich vollkommen für den Handel eignet. Dr. Jannſon hat mit dieſem Samen hundert Pfund Seife bereitet und davon fünfzig Pfund der Eiſenbayn des Pendſchab zugewieſen, um an den bei der Eiſenbahn verwendeten Maſchinen Verſuche anzuſtellen, ob ſie ſich zum Schmieren eigne. Dieſe Seife iſt vortrefflich zum Brennen; ſie giebt eine helle, glänzende, geruch⸗ und rauchloſe Flamme.

Afrika.

Egyptiſche Handwerker. Intereſſant iſt es für den Europäer, den Arbeiten der Handwerker in Egypten zuzuſehen. Das Arbeits⸗ zeug iſt ſo außerordentlich ſchlecht, die Vorrichtungen zum Arbeiten ſind ſo mangelhaft, daß man glaubt, der Arbeiter wäre nicht im Stande, etwas Gutes zu liefern, und doch iſt dies nicht der Fall. Treten wir z. B. in die Bude eines Drechslers ein. Der Mann ſteht nicht bei ſeiner Arbeit, ſondern ſitzt dazu, wie alle andern Hand⸗ werker auch. Seine Drehbank beſteht aus zwei Holzblöcken mit Staken, durch welche erſtere beliebig zu einander geſtellt werden können. In den Holzblöcken ſind zwei abgerundete, zugeſpitzte Eiſen⸗ bolzen eingeſchlagen, zwiſchen welchen der Drechsler das zu drehende Holzſtück einſpannt. Ein ſtarker Eiſenſtab liegt auf den Holzblöcken und dient dem Meißel zur ſichern Unterlage. Der Arbeiter ſpannt ſein Holzſtück ein, umwindet es einige Mal mit der Sehne eines Bogens, faßt dieſen mit der rechten, den Meißel mit der linken Hand und den Fußzehen, er beginnt zu drehen, wobei er mit der linken Hand dem Meißel, welchen er mit dem Fuße feſthält und anſtemmt, ſeine Richtung giebt. Er iſt im Stande, große Säulen abzudrehen, Tiſchbeine und andere Möbelſtücke herzurichten, wie ſie von eur⸗ päiſchen, ja von deutſchen Tiſchlern verlangt und bewirkt p⸗ Und gerade ſo iſt es mit den andern Handwerkern.

jungbelaubten