Jahrgang 
4 (1867)
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imſichtigen Di⸗ oniſchen Geſel⸗ n, unter dem lüberfüll und hebenden Ge⸗ ieſen Kongerten braucht kaum führung litfet. der Landsmann, olge als Quar⸗ ied genommen Stelle getreten. der in London uſter trefflicher guten Ruf ans Schüler Grütz⸗ ortrag ſich nur Klavierſpieler wirken in den Halle, Pauer, n bleibend an⸗ Mehlig, Frau ſe Drittheil der ec; Jaell der hern mit ihrem erſtenmal nach abrachte. Von Dutzend Piecen

gethan werden,

rſchweigen wir rgeſchwommen, ſind, ſich Ge⸗

in Nom. Es ang zuvor be⸗ rlinge, Vögel, reeſige Wickl⸗ um mit allen n größten und voller Lorbeer⸗ rusgeſchmück, zellgen Abend les und herau gezörigen und ſeitung, wobei , gezeigt wird, ſfeinen unſt von zahllſen den Eindruc. rTafel befin dlaubniß, den

ſenbogen der en Jahrhan⸗

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endloſe, grabesſtille Räume durchwandern, voll von wunderlichen

Tropfſteingebilden und einer ſchlummernden Bevölkerung von un⸗- gewöhnlich großen Nachteulen. Aus den Ritzen der Bogenwölbung träufelt beſtändig ein kaltes Waſſer nieder und nährt am Rande des Abgrunds einen lieblichen Flor von Vergißmeinnicht. Daneben ſtehen, in eine Steinplatte geſchnitten, Denkverſe und Namen der Bewunderer dieſes artitectoniſchen Naturwunders. Nicht minder großartig als die Vorderanſicht iſt die Kehrſeite der Brücke. Die horizontalen Steinſchichten derſelben erſcheinen hier wie ein von Künſtlerhand regelrecht ausgemeißeltes Gewölbe und umrahmen mit den dunklern Wieſenpfaden ein weites Thalbild, deſſen Einſamkeit nur durch eine inmitten aufragende Villa etwas belebt wird. Ponte di Veja l(eigentlich die Aveiglia), iſt das denkwürdigſte Naturſchauſpiel der Provinz Verona, und wird wie die Madonna della Corona, jene in eine Felswand des Montebaldo vogelneſtartig eingebaute Wallfahrtskirche oberhalb Caprino, von Reiſenden ans den fernſten Ländern bewundert. Pellegrini und der Abbé Salvi huldigten ihm in den zierlichſten Verſen. Die Bogenſpannung von Ponte di Veja mißt 157 Fuß; die obere Fläche iſt ungefähr 20 Fuß breit, ſo daß bequem zwei Wagen neben einander darüber hinfahren können. Die Höhe des Bogens ſchätzt man auf 90 Fuß.

Die Theater Italiens. Den Theatern Italiens ſtehen ſchlimme Zeiten bevor. Die, bekanntlich nicht an Geldüberfluß leidende Re⸗ gierung hat angeordnet, daß alle den Theatern bisher gewährten Subventionen einzuſtellen ſeien. Zufolge dieſer Maßregel dürften viele und gerade die größeren Bühnen ihre Pforten ſchließen.

Türkei und Griechenland.

Die Bewohner der europäiſchen Türkei. Eingerechnet Conſtan⸗ tinopel beträgt die Zahl der echten Tütrken, Osmanen tatariſcher Abkunft in den verſchiedenen Provinzen der europäiſchen Türkei keine zwei Millionen, von welchen allein 600,000 in compacter Moſſe in Con⸗ ſtantinopel und deſten nächſter Umgebung wohnen, die übrigen leben mehr oder weniger zerſtreut in allen Provinzen, beſonders in den Städten und zahlreich unter ihren ſlaviſchen Glaubensgenoſſen in Bulgarien und Bosnien. Daß die muſelmänniſche Bevölke⸗ rung in neuerer Zeit eher ab⸗ als zunimmt, wie Gehlert in ſeinen Studien über die Bevölkerung der europäiſchen Türkei behauptet, wollen wir nicht in Abrede ſtellen, beſonders wenn man die große Verarmung der Muhamedaner in der Türkei in Betracht zieht. Und wenn derſelbe die Osmanen zu den abſterbenden Völkern in Europa zählt und meint, daß man genau den Zeitpunkt angeben könnte, bis zu welchem ſie in Europa ausgeſtorben ſein werden, falls man genaue Aufzeichnungen über die Geborenen und Geſtor⸗ benen hätte, ſo vergißt er doch, daß ſich die Osmanen in Europa immer durch Zuwanderung aus Aſien ergänzen. Daß die türkiſche Sprache in der Türkei die Geſchäfts⸗ und Amtsſprache iſt, bemerken wir nebenbei. Inbegriffen unter den gegen 5 Millionen zählenden muhamedaniſchen Bewohnern der Türkei in Europa ſind auch die Tataren in der Dobrutſcha und in dem angrenzenden Theile Bul⸗ gariens, deren Anzahl ſich aber auf keine 20,000 beläuft. Zur Vermehrung dieſer Vielartigkeit ſind in neueſter Zeit(1864) die aus ihrem Vaterlande ausgewanderten Tſcherkeſſen gekommen. Es gibt in der europäiſchen Türkei auch noch viele Armenier, Zigeuner, Juden u. ſ. w., allein dieſe wohnen nirgends in compacten Maſſen zuſammen und es werden ſich bei der unausbleiblichen Auflöſung der Türkei eben nur die oben erwähnten Völker betheiligen. Ob ſich die chriſtliche Bevölkerung, je nachdem dieſelbe aus Griechen oder Slaven beſteht, zur Einverleibung mit Griechenland und Ser⸗ bien, und die Albaneſen und Bulgaren zur Gründung eigener Staaten erheben werden, dies muß natürlich erſt die Zukunft lehren.

Eine deutſche Schule in Conſtantinopel⸗ Die deutſche Schulgemeinde in Conſtantinopel erläßt einen Aufruf zur Gründung einer deutſchen Bürgerſchule und bittet die Landsleute in der Hei⸗ math, ihr dabei behülflich zu ſein. Die deutſche Kolonie hat bereits reichlich zuſammengeſteuert und iſt von der Schweiz namhaſt unterſtützt worden. Möge nun auch Deutſchland ſein Theil beitragen. Der Schluß des Aufrufs lautet:Das deutſche Element in Stambul vor Ent⸗

Roman⸗Magazin des Auslandes. 1867. Lief. 6. 15. 8

Kleines Roman⸗Magazin.

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fremdung, Unbildung und Verbildung in ſchlimmſter Form und Weiſe zu bewahren, gründen wir eine deutſche Bürgerſchule für alle deutſchen nnd ſchweizer Kinder ohne Rückſicht auf Stand und Glaubensbekenntniß, und hierzu möge uns ein Jeder daheim, dem es möglich iſt, nach ſeinen Kräften helfen. Konſtantinopel im Mai 1867. Das proviſoriſche Comité der deutſchen Schulgemeinde.

Das Dionyſostheater in Athen. Das Dionyſostheater wurde nicht früher als zu Anfang 1864 vollſtändig aufgedeckt. Die auf⸗ gefundenen Inſchriften hat man alle geſammelt und veröffentlicht, von den entdeckten Bildwerken ſind nur ganz wenige kurze Nach⸗ richten in die archäologiſchen Zeitſchriften gedrungen. Bei einem Aufenthalt in Athen widmete Wislicenus(ein junger viel ver⸗ ſprechender Gelehrter, der im vorigen Jahre in der Schweiz verun⸗ glückte) dieſem Theater ſeine volle Aufmerkſamkeit. Man gelangt zu demſelben über ein großes Trümmerfeld, durch deſſen völlige Aufdeckung vielleicht noch mancher wichtige Aufſchluß gewonnen werden würde. Es iſt eine ungeheure Maſſe der verſchiedenartigſten Trümmer. An der Oberfläche ſind Spuren von Umwandlung durch Feuer zu entdecken, an einer Stelle zeigt ſich eine deutliche Vergla⸗ ſung. Es ſcheint danach, daß das Theater vor der Verſchüttung durch einen Brand zerſtört worden iſt. An den noch ſtehenden Ueberreſten alten Mauerwerks bewundert man die höchſte Solidität und Schönheit in ſorgfältiger Bearbeitung und feſtem Gefüge. Die urſprüngliche Lage der Bühne iſt ſchwierig zu beſtimmen, da in ſpäterer, römiſcher Zeit wenigſtens einmal ein Umbau ſtattgefunden hat, bei dem die Bühne weiter in die Orcheſtra hineingerückt wor⸗ den iſt. Die in dem Bau gefundenen Bildwerke ſind es, welche die höchſte Beachtung verdienen, beſonders die des Hypoſkenion, d. h. des eigentlichen Bühnenraumes. Es ſind vier Reliefs mit zu⸗ ſammen fünfzehn Figuren von halber Lebensgröße. Für den Schöpfer dieſer Kunſtwerke hält Wislicenus den Praxiteles. Dieſer Meiſter war bekanntlich gerade zur Zeit der letzten Vollendung des Dionyſostheaters unter dem Redner Lykurg in Athen thätig, und ſchon daraus könnte man darauf ſchließen, daß er Antheil an der künſtleriſchen Ausſtattung deſſelben gehabt habe.

Rußland.

Innerer Reichthum Rußlands. In Rußland werden die inneren Reichthümer mehr und mehr erſchloſſen; insbeſondere häufen ſich die Nachrichten über neue Entdeckungen von Mineralien. So meldete kürzlich dasSſaratower Intelligenzblatt, daß 45 Werft von Taganrog entfernt, Lager einer ganz vortrefflichen Anthracitkohle gefunden worden ſeien. DiePermſche Gouver⸗ nementszeitung ſchreibt: Die Eiſenlager bei den permiſchen Hüt⸗ tenwerken ſind ſo bedeutend, daß ſie noch Jahrhunderte hindurch ausgebeutet werden können, und zwar ſtärker, als dies bis jetzt ge⸗ ſchah. Man braucht, um dies zu beweiſen, nur den Berg Blagodat bei der Kuſchwinskiſchen und die Woskreſſenski⸗Mine bei Niſchni⸗ Tagilſk zu nennen, welche beide Lager des vorzüglichſten Magnet⸗ eiſenſteins von 60 bis 70 Prozent Metallgehalt in ſich ſchließen. Seit anderthalb Jahrhunderten werden aus dieſen Minen jährlich einige Millionen Pfund Erz gewonnen, und doch bleibt noch dop⸗ pelt ſoviel, als genommen worden, zurück. Ueber den ungeheuren Naphtharreichthum der Halbinſel Taman bringt dieBörſenzeitung einen intereſſanten Artikel; in welchem der Boden der erwähnten Gegend mit einem Schwamme verglichen wird, der ganz⸗ mit Naphtha getränkt iſt. Auf dem dem Oberſt Nowoſſilzow in zeit⸗ weiligen Beſitz gegebenen Terrain am Fluſſe Kudako ergibt das jetzt bis auf 220 Fuß Tiefe gebrachte Bohrloch täglich 12,000 Eimer Naphtha.

Amerika.

Wachsthum der Stadt Rewyork. In materieller Entwicke⸗ lung ſchreiten die Vereinigten Staaten von Nordamerika außeror⸗ dentlich fort. Newyork iſt binnen wenigen Jahrzehnten die bedeu⸗ tendſte Stadt der weſtlichen Erdhälfte geworden und ihr Wachsthum hat etwas Fabelhaftes. In der hiſtoriſchen Geſellſchaft zu Newyork gab darüber Herr Oswood einige Notizen. Im Jahre 1801 konnte man ein ſehr behagliches Huus für 200 Dollars miethen und⸗

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