Jahrgang 
1 (1867)
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behaglichen Genuß eines feinen Reſtaurants in nächſter Nähe, ſo daß ſelbſt die verzärteltſte Dame ſich auf dem Eiſe vergnügen kann. In dieſen Parks hält ſich die Bahn viel länger als im Freien glatt und rein, und es iſt häufig ſogar die Einrichtung getroffen, daß der Platz des Nachts mittels Pumpen überfluthet werden kann, um der ausgelaufenen Bahn wieder ihre volle ſpiegelnde Glätte für den nächſten Tag zu geben. Ein im letzten Sommer angelegter ameri⸗ kaniſcher Schlittſchuhpark umfaßt eine Fläche von 23,000 engliſchen Quadratfuß und koſtet in der Herſtellung ſber 25,000 Dollars. Mit den Schlittſchuhen wird in Amerika großer Luxus getrieben; ſo hat man welche, von denen das Paar 50 Dollars koſtet; die Ge⸗ ſtelle ſolcher theurer Schlittſchuhe ſind von Roſenholz und mit Sil⸗ ber ausgelegt. Die Stadt Chicago hat drei unbedeckte Parks, ſo⸗ genannte Eisparks, und zwei bedeckte wirkliche Schlittſchuhparks von der Einrichtung der oben beſchriebenen. Im Winter ſind faſt jeden Abend daſelbſt mindeſtens 10,000 Perſonen verſammelt, um ſich winterlich zu amüſiren.

Ziiſcherei in Canada. Man wendet dort den Fiſchereien große Aufmerkſamkeit zu und die Regierung ſucht durch verbeſſerte Geſetze die Ausrottung der Fiſche zu verhindern und den Ertrag des Fiſchfangs zu erhöhen. Unter⸗Canada beſitzt im Fluß und Golf von St. Lorenz Küſtenſtrecken von 1000 engliſchen Meilen, wo der Fang des Kabeljau, Härings, Lachs, der Makrele und anderer Fiſche mit Erfolg betrieben wird. Auch Wallfiſchfang wird von Schiffen betrieben, die im Hafen von Gaspe ausgerüſtet werden, und der durchſchnittliche Ertrag einer Saiſon an Walfiſchthran beläuft ſich etwa auf 27,000 Dollars. Ober⸗Canada liefert an ſeinen markt⸗ fähigen Fiſchen aus ſeinen Seeen und Flüſſen hauptſächlich den Weißfiſch, Lachs, die Lachsforelle, den Häring, die Seeforelle, die gefleckte Forelle, den Stör, Hecht, Barſch u. ſ. w. Geringere Sor⸗ ten ſind in kleineren Seen, Nebenflüſſen und Bächen ebenfalls häufig. Bei der Größe und Tiefe, dem klaren kalten Waſſer, den reichlichen Bänken, Untiefen und Laichgründen der hauptſächlichſten canadiſchen Seeen, ſind die Fiſche daſelbſt zahlreich, groß und wohlſchmeckend.

Die Garimpeiros. In den nördlichen Provinzen Braſiliens leben die Garimpeiros. Dieſe vereinigen mit einer unglaublichen Ausdauer und Abhärtung gegen Hunger, Mühen und Strapazen aller Art eine entſchiedene Abneigung gegen feſte Anſiedelungen, gegen den Ackerbau und gegen alle Gewohnheiten des civiliſirten Lebens. Von Schule, Religion und Moral iſt unter ihnen keine Rede. Bei Beginn der Saiſon ziehen ſie in den Wald, leben hier von der Brodfrucht, der Kokosnuß und den zahlreichen übrigen ve⸗ getabiliſchen und animaliſchen Produkten des Landes. Sie ſchlafen unter freiem Himmel, in ausgetrockneten Flußbetten und in hohlen Baumſtämmen. Der höchſte Luxus, den ſie kennen, iſt eine Hütte aus Palmenblättern und eine Hängematte, welche ſie aus dem Baſt paſſender Bäume verfertigen. Sie haben ſo wenig Begriffe von der Bequemlichkeit des Lebens, daß man in ihrer Hütte nicht einmal einen Schemel, eine Betſſtelle findet. 8

Aſien.

Die Eiſenbahnen in Indien. Wenn alle projectirten Eiſen⸗ bahnen in Indien fertig ſind, wird das Land 1200 Meilen Eiſen⸗ bahnen beſitzen, eine Zahl, die beim erſten Anblick imponirt, die aber in Wirklichkeit doch nicht groß iſt, wenn man bedenkt, daß der preu⸗ ßiſche Staat allein, obwohl vor ſeiner Vergrößerung im Jahre 1866 faſt zehnmal kleiner als Indien, dennoch bereits damals nahezu 900 Meilen Eiſenbahnen hatte. Der erſte Beſchluß zu Eiſenbahn⸗ unternehmungen, die dort alle, wie die engliſchen, von Privatgeſell⸗ ſchaften erbaut werden, geſchah im Jahre 1845. Die indiſchen Eiſen⸗ bahnen ſind alle ſehr ſolide gebaut; ja gegenwärtig haben ſie alle nur ein Geleiſe. Die Schnelligkeit, mit der ſie fahren, iſt nur eine gemäßigte; dennoch ſteht die Sicherheit des Betriebes den europäiſchen Bahnen noch nach. Die Züge haben drei, an einigen Linien ſogar vier verſchiedene Klaſſen von Waggons. Dem lebhaft ausgeſproche⸗ nen Wunſche der Brahmanen, in jeder Klaſſe für jede der vier gro⸗

Kleines Roman⸗Magazin.

ßen Hauptkaſten der Hindus, ſowie für Muhamedaner und andere indiſche Stämme, wenn nicht eigene Waggons, ſo doch beſondere

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Coupés zu beſtimmen, iſt die Regierung mit Recht nicht nachgekom⸗ men, und der Nothwendigkeit gehorchend, haben ſich Indiens Völ⸗ ker allmälig daran gewöhnt, wenigſtens während der Eiſenbahn⸗ fahrten ſich mehr zu nähern als ſonſt. Die Fahrpreiſe ſind in der erſten und zweiten Wagenklaſſe bedeutend höher, in den beiden an⸗ dern Klaſſen aber viel niedriger als in England. Für die letzte Klaſſe benutzen die meiſten indiſchen Bahnen ſehr einfach gebaute große Perſonenwagen, die zwei Stockwerke enthalten. Die Beſchaf⸗ fenheit der indiſchen Waggons erſter Klaſſe iſt in jeder Beziehung der europäiſchen überlegen. Sie haben ein doppeltes Dach, derart eingerichtet, daß der Wagen verhältnißmäßig kühl bleibte Richt nur Fenſter mit Vorhängen ſind an den Waggons an gehnacht, ſondern auch Jalouſien, die nach Belieben herabgelaſſen oder heraufgezögen werden können. Von den 1200 Meilen projectirter Eiſenbahnen ſind gegenwärtig 650 Meilen fertig und dem Verkehr eröffnet.

Die Reinlichkeitsanſtalten der Japanen. Der japaniſche Barbier iſt eine Macht; ſeine Bude wird den ganzen Tag nicht leer: es iſt ein Mittelpunkt, wo man ſeine Angelegenheiten verhan⸗ delt und die Tagesneuigkeiten beſpricht. Dieſe über die Straßen hereinragenden Buden haben keine Vorderwand, ſo daß man, wäh⸗ rend der Barbier mit der komplizirten Behandlung des Kopfes be⸗ ſchäftigt iſt, zu gleicher Zeit mit den Vorübergehenden plaudern kann. Das Ganze trägt ſo recht den Charakter der Oeffentlichkeit und Mündlichkeit. Das Gleiche iſt der Fall mit der andern Rein⸗ lichkeitsanſtalt, den Bädern. Die Japanen aller Klaſſen haben eine Leidenſchaft für das warme Bad; es iſt gewiſſermaßen ein Stück nationaler Sitte. Sie behaupten, es ſei dem Schlafe vorzuziehen bezüglich der Erfriſchung des Blutes und der Beruhigung der Glie⸗ der. Man denke ſich einen großen Saal, in welchem ringsumher große Kufen im Waſſer ſtehen, die ebenfalls mit Waſſer angefüllt ſind. Hier baden Männer und Frauen durcheinander und leiſten ſich gegenſeitig den Dienſt des Badedieners, indem ſie ſich frottiren und große Schöpflöffel mit Waſſer über den Kopf gießen. Dieſe Abwaſchungen werden mit größter Sorgfalt vorgenommen. Die einzelnen Paare ſind ſo ausſchließlich mit ſich beſchäftigt, daß man Andere gar nicht beachtet; Jeder kommt nur, um zu baden, und pflegt auch nach dem Bade auf dem rings um die große Kufe lau⸗ fenden Emporium ſo ausſchließlich der Ruhe, daß er den übrigen Badenden keinen Blick gönnt. Nur auf den Europäer macht die Sache einen befremdlichen Eindruck. In Yeddo ſind Männer und Frauen durch eine vier Fuß hohe Brüſtung geſchieden.

Neujahrsfeier in China. Die chineſiſchen Monate haben ab⸗ wechſelnd 29 und 30 Tage; am 23. Tage des letzten Monats be⸗ ginnen die Vorbereitungen, die bis zum 29. dauern. An dieſem Tage bereitet man die Feſtkleider vor und Jeder bleibt die ganze Nacht über wach bei dieſer Beſchäftigung, ſo daß alle Häuſer die Nacht hindurch hell erleuchtet ſind. Um 3 Uhr Morgens zieht man das Feſtkleid an, und die eigentliche Feier beginnt. Im Hofe ſteht ein gedeckter Tiſch, auf dem ein gebratenes Spanferkel und ein ge⸗ bratenes Huhn paradiren, während an jeder Seite des Tiſches zwei Kerzen aufgeſtellt ſind, die man jetzt anzündet. Etwas weiter hin iſt Cypreſſenholz aufgeſchichtet, das mit Strohbündeln in Flammen geſetzt wird und mit großem Gekniſter verbrennt, wobei ganze Fun⸗ kengarben umherſprühen. Wenn der Wind den letzten Funken da⸗ vongeführt hat, ſteckt man drei Räucherkerzen in einen auf dem Tiſch ſtehenden Topf, welche langſam verbrennen; das iſt der feierliche Augenblick für das allgemeine Gebet alle Mitglieder der Familien und ſämmtliche Hausgenoſſen knieen im Hofe nieder und erflehen vom Hlmmel Glück für ſich und alle, die ihrem Herzen nahe ſtehen. Nach beendigtem Gebet nimmt man eine flüchtige Mahlzeit ein und dann werden vor der Hausthür die Nachbarn begrüßt, indem man den Kopf bis zur Erde vor ihnen neigt. Hierauf bringt man das Feſt in der Familie zu, wo fröhliche Mahlzeiten gehalten werden; für die Kinder beſonders iſt der Neujahrstag ein Freudentag, da ſie dann reich beſchenkt werden. Man begiebt ſich ſpäter zum Gottes⸗ dienſt, wo man mit allen Bekannten Glückwünſche austauſcht. Die ge⸗ genſeitigen Beſuche und Einladungen dauern bis zum fünften Tage des neuen Jahres, dann geht alles wieder im gewohnten Gleiſe