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deſſelben Hauſes. Der König⸗Großherzog der Niederlande reprä⸗ ſentirt die geſammte Staatsgewalt; die jährlich zuſammentretende Ständeverſammlung hat jedoch das Abſtimmungsrecht über die Ge⸗ ſetze. Die Regierung bildet die oberſte Staatsbehörde des Groß⸗ herzogthums. Gegenwärtig läßt der König der Niederlande das Großherzogthum durch ſeinen Bruder, den Prinzen Friedrich der Niederlande, als Statthalter regieren, der ſich für die Zeit der Kammerſitzungen, die gewöhnlich die Wintermonate umfaſſen, im Lande ſelbſt und zwar in ſeinen Schlöſſern Colmar⸗Berg oder Wal⸗ ferdingen mit ſeiner Gemahlin, der Prinzeſſin Amalie von Weimar und ſeinem Hofſtaate aufhält. Zu bemerken iſt noch, daß im Lande der franzöſiſche Münzfuß der geltende iſt. Neben den franzöſiſchen, belgiſchen und wenigen holländiſchen Münzſorten ſind die preußi⸗ ſchen Silbermünzen ſtark im Verkehr.— Das Land bietet in ſeiner freilich etwas complicirten Geſchichte ſowie in ſeinen damit Hand in Hand gehenden althiſtoriſchen und mittelalterlichen Monumenten ein hohes Intereſſe. Keltiſche Monumente, römiſche Lager, Vor⸗ poſtenthürme und Schanzen wechſeln mit mittelalterlichen Burgen in anſehnlicher Menge. Rechnet man dazu die groteske Natur des Landes und die tauſendfältigen Naturſchönheiten, ſo darf man be⸗ haupten, daß der Geſchichtsforſcher, wenn er zugleich Naturſreund iſt, kaum auf irgend einem Punkte der Erde eine größere Ausbeute für Geiſt und Herz zu finden vermöge. Wir erinnern an das kel⸗ tiſche Monument von Altlinſter, an das römiſche Lager bei Dal⸗ heim mit ſeiner reichen Ausbeute an Antiquitäten, welche, ſoweit ſie in neuerer Zeit zu Tage gekommen, in dem hiſtoriſchen Kabinet des Athenäums eine würdige Stelle finden; wir erinnern an Remich und das nahe gelegene preußiſche Nennig mit ſeinem römiſchen Moſaikboden und den in neueſter Zeit aufgefundenen römiſchen Baulichkeiten, an das römiſche Familienmonument in Igel, an Weyler zum Thurm, die Burgen Heſperingen, Merſch, Anſemburg, Hollenfels, Schonſels, Victor Hugo's Lieblingsaufenthalt. Die alte
tange, das reſtaurirte Schloß Berg, an die Tempelherrnburg Roodt, an den Altar des Thor zu Dide, den Altar der Diana bei Bollen⸗ dorf und viele andere merkwürdige Punkte. Unter allen bleibt aber die Stadt und Feſtung Luxemburg nicht nur der größeſte, ſondern auch der intereſſanteſte Punkt. Wenn man von der alten Trierer Chauſſee herabkommt, in der Nähe des Forts du moulin, bietet namentlich Stadt und Umgegend einen reizenden Anblick; die ganze gewaltige Befeſtigung der Oberſtadt auf ſenkrecht escarpirtem Fels, mit ihren ſich daraus hervorhebenden hohen Häuſern, Kirchen, Gärten und Bäumen liegt vor uns, 600 Meter lang ausgebreitet. Aus der Mitte dieſes Hintergrundes ſpringt ſcharf und ſteil der Bochfelſen hervor in's Thal der Alzette, wie eine gewaltige Graben⸗ cagonière, aus ſeinen zweietagigen Felſenbahnmatten nach beiden Seiten eine große Zahl roh ausgehauener Scharten zeigend. Auf dieſem Felſen ſtand die alte Römerburg, welche Siegfried und ſeine Nachkommen zu einem großartigen Schloſſe umwandelten und wel⸗ ches Karl V., als der Vertheidigung im Wege, 1541 wegſprengen ließ. Im Thale drängen ſich Kirchen, Klöſter, Caſernen, innere Thore, Brücken, Schleuſen, Viaducte, Mühlen, gewerbliche Anlagen aller Art, Gärten und Straßen, Alleen und Baumgruppen bis dahin, wo einerſeits die ſich vom Fels in's Thal ziehenden Abſchlußmauern mit zwei ſchönen gothiſchen Thorthürmen und andererſeits der Rham mit ſeinen alten ſpaniſchen Feſtungsthürmen und Mauern, ſeinen Pavillons und ſeiner neuen, meiſterhaft aufgeführten Kaſerne den entzückten Blick abſchließt. Die Oberſtadt unterſcheidet ſich wenig von andern feſten Städten. Sie liegt in flach geneigter Ebene zwi⸗ ſchen ihren Feſtungswerken, hat mehre hübſche und ebenſo viele alte, winkelige, häßliche Straßen, drei geräumige Plätze, mehre Kirchen, darun⸗ ter die ſchöne Liebfrauenkirche, ein wahrhaftes Muſter einer ſchönen Je⸗ ſuitenkirche im gothiſchen Stile, die Michael⸗ und die Alfonskirche, in welcher der bekannte Pater Zobel ſeine vielbeſuchten Predigten hält. Die Stadt hat eine Gasanſtalt und ſeit langer Zeit eine Waſſerleitung.
Mittheilungen über Tagesbegebenheiten, Cultur, Natur, Literatur, Kunſt, Muſik und Theater.
Frankreich.
Ein Muſter⸗Haus für Arbeiter in Baris. Eines der in⸗ tereſſanteſten Dinge, welche auf der Pariſer Ausſtellung zu finden ſein werden, iſt das Haus welches auf Koſten des Kaiſers inner⸗ halb des für die Ausſtellung reſervirten Terrains erbaut worden iſt als ein Modell von Wohnungen für unbemittelte Arbeiter. Die Koſten eines ſolchen Hauſes ſind ſo gering, daß es dem fleißigen Arbeiter in Paris ſehr leicht möglich iſt, ein ſolches als Eigenthum zu erwerben. Man ſchlägt die Koſten dieſes Hauſes auf 3000 Frs. oder 600 Doll. an. Die Häuſer werden in größeren Complexen(in Gevierten oder„Blocks“) aneinander gebaut. Die Facade beſteht aus Backſteinen, die Mauern, welche zwei Häuſer von einander trennen, ſind aus Rollſtein und Mörtel und das Dach iſt von Zink. Die Fagade iſt mit Stukkatur verziert. Die Zimmer liegen zu bei⸗ den Seiten des Hausgangs, der das Haus von vorn nach hinten durchſchneidet.
Schickſal der Bochumer Gußſtahlglocke. In der preußiſchen Abtheilung der Ausſtellung herrſcht Beſorgniß über das Schickſal eines höchſt werthvollen Ausſtellungs⸗Gegenſtandes. Die coloſſale Bochumer Gußſtahlglocke, 10 Fuß breit und hoch, 30,000 Pfd. ſchwer, iſt nämlich wegen ihres ungebührlichen polizeiwidrigen Um⸗ fanges unterwegs arretirt worden, weil die Fahrbahnen der Tunnels den Transport nicht geſtatteten. Es ſoll ſich indeſſen die Rheiniſche Eiſenbahn veranlaßt geſehen haben, den Waggon mit der Glocke durch eine beſondere Locomotive und unter beſonderen Vorſichtsmaß⸗ regeln der franzöſiſchen Nordbahn zuzuführen, da beide Bahnen die Uebernahme des Transports zugeſichert hatten. Die Glocke ſollte
Roman⸗Magazin des Auslandes. 1867. Lief. 3.
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urſprünglich noch größer im Durchmeſſer gegoſſen werden, mußte ſich indeſſen der zuläſſigen Maximal⸗Größe, die eiſenbahn⸗polizeilich ſtatthaft war, accomodiren.
Franzöſiſche Klöſter in unſerer Zeit. Dem Zeitalter des Glaubens verdanken dieſe Inſtitute ihre Entſtehung, einem Zeitalter, das man ebenſowohl als das des Raubes und Mordes bezeichnen könnte. Damals mögen ſie anderen Zielen gedient haben; von allen Tugenden, die jetzt in den Klöſtern ausgeübt oder angeſtrebt werden, nimmt keine in der Schätzung der Mönche ſelbſt einen ſo hohen Rang ein, als die Demuth. Ob dieſe Tugend ſich auch im täg⸗ lichen Verkehr mit der Welt beweiſen und bewähren würde? Wohl darf man dieſe Frage aufwerfen, wenn man erfährt, daß der große Napoleon einſt in der Schule eine Strafe zu dulden hatte, die über alle die verhängt wurde, bei denen eine Regung von Stolz ſich blicken ließ und die in Folgendem beſtand: Der Sträfling mußte ſich während der Mittagszeit auf die Schwelle des Refektoriums legen, ſo daß alle zur Mahlzeit Kommenden über ihn hinwegſchreiten mußten. Man denke ſich den jungen vulkaniſchen Napoleon in dieſer Lage und frage ſich, ob ſein Stolz durch dleſes Mittel ge⸗ brochen werden konnte?
Eines der intereſſanteſten Klöſter iſt das Kloſter Grande Char- treuse, obgleich dies nur noch den zehnten Theil der Bedeutung hat, die es einſt beſaß. Im letzten Jahrhundert gab es 172 Prio⸗ reien, die von der Grande Chartreuse und der Gerichtsbarkeit ihres Großpriors abhängig waren, jetzt ſind es deren nur noch etwa zwanzig. Alles im Innern dieſes Kloſters iſt großartig und ſchweig⸗ ſam, und ſelbſt der Gottesdienſt wird ohne Orgel⸗Begleitung aus⸗ geführt; aber bei einem Ausfluge, den ſie allwöchentlich unterneh⸗
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