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Kleines Roman⸗Magazin.
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empor und den halbgeöffneten Lippen entſchlüpfte eine Frage, ſeine Zweifel zu löſen.
„Wohl mag es Dir wunderbar ſcheinen,“ antwortete lächelnd der Hauptmann,„daß ein Räuber, dem Du geſtern das unruhige Hirn einzuſchlagen verſuchteſt, Dich jetzt behandelt wie eine zarte Braut? Wiſſe aber, der Bote Nowgorods iſt mir ſtets ein werther Gaſt. Möge meine Damascenerklinge verroſten, wenn ich geſtern ahnte, Du ſeiſt ein Nowgoroder, Das Sprüchwort redet aber wahr: Dem Schickſal entgeht man auch nicht auf ſchnellem Roſſe; wider Willen habe ich Dich geſtern beraubt. Doch faſſe Muth, mein braver Junge, Du biſt nicht in die ſchlechteſten Hände ge⸗ rathen, und nicht immer war ich, was ich jetzt bin!“
Nachdem er Roman vom Boden erhoben und ihn zum Feuer geführt hatte, wuſch er ſeine Wunden und Quetſchungen mit hei⸗ lendem Balſam und bereitete ihm glühenden Wein.
„Ich danke Dir!“ ſprach Roman;„noch trinke ich nicht das berauſchende Getränk, denn es iſt Gift!“
„Wohl wahr!“ entgegnete der Hauptmann mit tiefem Seufzer: „mein Gewiſſen wäre reiner von Sünden, hätte der Wein nicht meinen Verſtand umdüſtert. Meinem Zorn gab er Nahrung und das Blut der Unſchuld floß von meiner Hand. Blicke mich nur an, junger Mann! mit Abſcheu und Verachtung! Freilich gab es auch eine Zeit, wo meine Seele rein und klar war, wie das ruhige Meer, in welchem ſich der azurblaue Himmel ſpiegelt, wo ich, ohne zu erröthen, Deinem Blicke begegnet wäre.“
Mit dieſen einleitenden Worten erzählte der Räuberhauptmann die traurige Geſchichte ſeines Lebens.
Darauf ſetzte man ſich zu Roß und ritt im ſcharfen Trabe fort, bis zu einer Stelle, wo ſich die Wege theilten. Hier hielten ſie.
„Unangetaſtet nimm Dein Gold zurück!“ ſprach Berkut zu Roman,„hier auch Deine Briefe; und nun zieh hin, wohin die Pflicht Dich ruft. Auch im Räuber ſchlägt noch ein Nowgorodſches Herz; Nowgoroder raubten mir mein irdiſches Glück, mein ewiges Heil und doch liebe ich ſie, liebe mein Vaterland über Alles! Und nun leb wohl und gedenke meiner nicht im Fluche!“
Sie ſchieden. Der Räuber verſchwand mit ſeinen Genoſſen im Dickicht des Waldes, Roman ſchlug die Straße nach ſeinem Ziele ein. VI.
Schon ſeit drei Tagen warteten in Nowgorod die fürſtlichen Geſandten auf einen Beſcheid; endlich am vierten berief man ſie in Jaroslaw's Pa⸗ laſt. Poſſadnik's, Kriegshauptlente, Bojaren, Bürger, Kanfleute und Volk umringten den Eingang; endlich, als die Geſandten auf dem erhöhten Platz erſchienen und die Menge begrüßt hatten, gab der Poſſadnik Juri ein Zeichen und begann, nachdem die Stille hergeſtellt war:
„Geſandte der Fürſten von Moskan und Litthauen! Nach un⸗ ſern Freiheiten und dem alten Rechte iſt, auf den Antrag Eurer Herren, mit ihnen feindlich gegen die Deutſchen zu Felde zu ziehen, in unſerer Volksverſammlung Folgendes beſchloſſen.“
Einen Bogen Papier entfaltend las er:
„Dem erlauchten Großfürſten Waſſili Dimitriewitſch Segen vom Erzbiſchofe, Gruß von den Poſſadniks, den Bojaren, den Kriegern, Bürgern und Kaufleuten Groß⸗Nowgorods! Großfürſt! wir ſind im Frieden mit Dir und Witowt! Wir ſind in Frieden mit den Deutſchen!— Dies genüge!“ fügte der Vorleſer hinzu, indem er die mit hängenden Siegeln verſehene Schriftrolle dem beſtürzten Bojaren Moskau's überreichte.„Dieſelbe Antwort werde dem Fürſten Witowt von unſerm Herrn Groß⸗Nowgorod!“
Lauter Beifall brach von allen Seiten los. Mit Mühe konnte Jamont, der Litthauer, mit ſeiner Stimme durchdringen.
„Nowgoroder!“ rief er,„noch einmal frage ich euch im Namen meines Herrn, wollt ihr Frieden oder Krieg?“
„Frieden mit allen Nachbarn!“ war die Antwort von vielen Tauſenden.„Doch wie wir Schilde für unſere Freunde haben, ſo haben wir auch Schwerter für unſere Feinde!“
„Krieg und Untergang Dir, Nowgorod!“ ſchrie zornig der Litthauer, indem er forteilte.
„Witowt mag thun, was ihm beliebt,“ riefen ihm einige Alte ngch,„wir handeln, wie wir müſſen!“
Jetzt begann der Geſandte von Moskau:
„Bürger Nowgorods! Ueberlegt, noch iſt es Zeit; noch ſchleu⸗ dert Waſſili nicht ſeine Donner über euer Haupt, wie ihr es ver⸗ dient habt durch euren Trotz, durch eure widerrechtlichen Hand⸗ lungen, eure Räubereien an den Ufern der Wolga. Reue heiſcht er von ſeinen verirrten Kindern als Vater, doch als Fürſt wird er die Ungehorſamen züchtigen. Wählt nun, und genügt entweder den Forderungen meines Herrn, oder ſeid ſeiner Rache gewärtig!“
Die ungerechten Vorwürfe des Redners erregten in der Ver⸗ ſammlung lautes Murren. Der Poſſadnik Bagdan nahm das Wort im edlen Zornesglühn:
„Nicht zu den Dienern Deines Herrn ſprichſt Du, Bojar! denn noch iſt Nowgorod nicht ſein Eigenthum. Du weißt ſehr gut, daß Verachtung und der Zorn des Himmels die Räuberbanden an der Wolga ſtrafte, deren Schuld Du uns Allen anſbürden möchteſt. Was unſer Verhältniß zu den Deutſchen betrifft, ſo hörteſt Du, was die Volksverſammlung beſchloß, und das iſt heilig. Der Groß⸗ fürſt hat es bekräftigt mit einem Kuſſe auf das Kreuz, daß er es mit uns halten wolle nach altem Brauch und nach den Urkunden Jaroslaw's; und jetzt bricht er den Eid, indem er Unbilliges von uns begehrt!“
„Wie wagt ihr es, ſo beleidigende Reden gegen meinen Fürſten zu führen?“ drohte Putnü.„Dafür ſollt tauſendfach ihr büßen! In Flammen vergehen ſoll eure Stadt, daß vor dem Brande Wolchow's Waſſer vertrocknet, und erleiden werdet ihr, was Torſhok erlitten!“
„Und ihr ſollt erfahren, daß wir jene Gräuel noch nicht ver⸗ geſſen haben!“ rief die Menge zornig.„Doch lebt in unſern Mauern kein Verräther, wie in Niſhni der ſchändliche Numianez, der ſeinen Herrn Boris den Feinden verkaufte. Wir kämpfen für die alte Sitte, für unſer gutes Recht! Wer iſt's, der etwas gegen Gott und Groß⸗Nowgorod vermöchte?“
Unter dem Toben der Verſammlung entfernte ſich der Geſandte des Großfürſten.
VII.
Roman hatte unterdeß ſeinen Weg über die noch in Aſche lie⸗ genden Städte Torſhok und Twer fortgeſetzt. Nur ſelten begegnete er Wagen mit Handelsprodukten beladen und war erzürnt, wenn er ſah, wie ſie demüthig auswichen vor den Tartaren, die auf flüch⸗ tigen Roſſen ihnen entgegen kamen. Zwiſchen zerſtörten Dörfern, einzelnen Häuſern, wildverwachſenem Ackerfelde, ſtanden im grellen Gegenſatze unbeſchädigte Kirchen und Klöſter, Heiligthümer, die mit ſchlauer Berechnung von den Mongolen verſchont waren, als letzte Zuflucht des unterdrückten Ruſſenvolkes, dem in der Tartarenſcla⸗ verei nichts übrig geblieben war, als das Leben, die Geduld und die Hoffnung auf eine glücklichere Zuſammenkunft, die ihnen das Gebet einflößte. Denn noch hatte die geiſtige Verderbniß ſich nicht von den Bojaren über das Volk verbreitet, und in niederer Hütte fand Roman noch die alte Gaſtfreundſchaft, die ihm an der Thür ein freudiges„Willkommen!“ entgegenrief, ihn am Morgen, wenn er aufbrach, mit dem herzlichen Wunſch einer guten Reiſe und vielen Glücks entließ.—„Mir iſt kein Glück beſchieden!“ dachte dann trübſinnig der Jüngling.„Wohl zeigte es mir die Hoffnung, ver⸗ lockend wie der Geſang eines Paradiesvogels, allein ſchnell entſchwand es wieder, wie des Schwertes Blitzen in düſterer Nacht!“— Der neunte Abend ſeiner Reiſe dämmerte hernieder, als das gewaltige Moskau mit ſeinem Rieſen⸗Kreml, mit ſeinen goldenen Kuppeln, Klöſtern und Kirchen ſich vor ihm ausbreitete, beglänzt von dem Blicke der ſcheidenden Sonne; harmoniſches Glockengeläut ſtimmte ihn zur Andacht. Die Vergangenheit erſchien dem Jüngling auſ's Neue, wie er leicht und lebensfroh zum erſten Male einritt in die weißen Mauern Moskau's, wie Alles, was ihn umgab, durch ſeine Neuheit auf ihn einwirkte, wie er verwundert war über jede Kleinig⸗ keit, die er ſohh— und nun— wie doch Alles ſo anders!— Ein ſchwerer Seufzer entrang ſich ſeiner Bruſt. In das Twerſche Thor ritt er ein, und hinter ihm ſank das eiſerne Fallgitter.
Was ihm die Vaterſtadt befohlen, befolgte Roman genau. Wie die Pflicht es ihm gebot, wenn es auch ſeinem Herzen Kampf


