16
durch einen kehrte er
ſt geweſen, dſchien ſich " bemerkte und Lady nenſtrahlen d und das Adſſ auch ſein”
lieben, m
als ich von ten Zeiten Sie Melaide at ane rei⸗
ihren Koyf dem Trot i
rgnügen nicht
pitän Dane. erfreut über
Lady Dane Sie ſich des
e, ſeghe e er.“
te ſich muth⸗ und konträr
är?“ fragte
eſen Morgen chäöne Vogel, hüngen. J
in Frühſtüc Weg, welcher Sie ſtiegen in
welches der und ſchloſſen ggeräthe dd⸗ men für den
ute Frau.
waren, Künen el die geücis m varan aige eellihe 5, uifa, llichen 24 nen⸗ ne im êun
17 Lady Adelaide's Schwur. Roman von Mrs. Henry Wood. 18
ſchein blinkten; ſie ſah nichts von den hübſchen Landhäuſern in der Nähe, oder von den Feldarbeitern, die auf den Meiereien bei der Arbeit waren: nein, ihre Aufmerkſamkeit war von
etwas anderem in Anſpruch genommen.
Rittlings auf demſelben Gitter, wo wir ihn geſtern ſahen, ſaß Herbert Dane. Er mochte hier oft zu treffen ſein, denn man hatte von dort die Ausſicht auf das eine Fenſter des Morgenzimmers und auf ein reizendes jugendliches Ant⸗ litz, welches an demſelben zu erſcheinen pflegte. Er hatte die Angelruthe von geſtern bei Seite gelaſſen, aber er hielt ſtatt derſelben eine ſilberbeſchlagene Reitpeitſche, mit welcher er bald auf ſeine Stiefel, bald auf die Gitterſtangen loshieb, ganz in ſeiner gewöhnlichen ſorgloſen Weiſe. Läßt ſich denken, daß Lady Adelaide für etwas Anderes Augen hatte, wenn er dort war? Er nahm ſeinen Hut einmal gegen ſie ab, als ſie zum Vorſchein kam; und ein Fremder würde in dieſer Handlung nichts als die gewöhnliche Höflichkeit eines Gentle⸗ man erblickt haben. Sie ſah wahrſcheinlich mehr.
„Tante,“ rief ſie, plötzlich das Stillſchweigen unterbrechend, und es ſchien ihr, ſo ungeduldig war ſie, als ob wenigſtens eine halbe Stunde vergangen wäre, ſeitdem Lady Dane ihr Gebetbuch zur Hand genommen hatte, obwohl es in Wirk⸗ lichkeit kaum zehn Minuten waren;„denken Sie nicht, daß es Zeit ſei, ſich fertig zu machen, um mit dem Onkel hinaus⸗ zugehen?“
„Noch nicht, Adelaide. Es ſind erſt—— Was iſt das?“
Laute und zornige Töne, wie von ſtreitenden Stimmen, erhoben ſich plötzlich von der Hausflur oben. Lady Dane fuhr unruhig von ihrem Seſſel auf, und Adelaide lief nach der Thüre und riß ſie auf.
Kapitän Dane und ſein Diener Ravensbird waren auf der Treppe; der Kapitän hatte den letztern am Kragen ge⸗ packt und trieb ihn in wilder Leidenſchaft vor ſich her. Beide ſchienen in einem Zuſtand unbändiger Wuth, unzähmbarer Raſerei. Sie taumelten zu dem erſten Treppenabſatz hinab, und dann warf Kapitän Dane mit einem heftigen Stoß ſeinen Diener kopfüber den untern Theil der Treppe vollends hinunter.
Lady Dane ſchaute in äußerſtem Schrecken über das Ge⸗ länder nach Ravensbird. Der Mann erhob ſich, blickte empor und ballte die Fauſt gegen ſeinen Herrn. Aber die Damen ſchien er nicht zu ſehen.
„Nehmen Sie ſich in Acht, Kapitän Dane,“ rief er, und die Worte kamen in bösartigem, ziſchendem Tone hervor. „Ich werde dieſen Schimpf nie vergeſſen, bis ich ihn ver⸗ golten habe.“
„Gott im Himmel, Harry!“ rief Lady Dane, als Ra— vensbird unter einem Haufen gaffender Diener, welchen der Lärm herbeigezogen hatte, verſchwand,„was ſoll das heißen? was hat Ravensbird Hethan7e
„Laß Dich's nicht anfechten, Mutter. Er wird den Frieden des Schloſſes nicht mehr ſtören. Ich habe ihm ſeinen Abſchied gegeben.“
„Ravensbird den Abſchied gegeben?“
„Dem verruchten Hunde!“ ſtieß der Kapitän hervor, der ſeine Wuth noch immer nicht im Mindeſten zu beherrſchen wußte. 3 3„Aber was hat er gethan?“ wiederholte Lady Dane. „Er hat mir lügenhaffe Mährchen aufzubinden geſucht, und als ich den Beweggrund zu dieſer Niederträchtigkeit von ihm heraushaben wollte, da—— aber ich kann dier nicht weiter an die Sache denken; wenn ich es thue, ſo bringe ich ihn um,“ rief der Kapitän abbrechend.
Und damit drehte er um und marſchirte in ſein Zimmer hinauf, indem er es Lady Dane und Adelaide überließ, ſich ihre beliebigen Vermuthungen darüber zu bilden.
Mr. Richard Ravensbird, ſo wenig als ſein Herr, ſich zu einer Erklärung herbeilaſſend, ging an den verwunderten Dienern in der kleinen ſteinernen Halle, nicht zu verwechſeln mit der Poßen oben erwähnten, vorüber und den Corridor hinunter.
r ſprach nicht ein Wort; ſein Geſicht war erdfahl; ſeine Naſeuilügel arbeiteten heftig. Nur als er nach dem Thorweg einlenkte, ſchaute er noch einmal zurück und bat einen der Lakeien, ſeine Kleider und ſonſtige Habe zuſammenzupacken und ſie ihm in die„Seemanns⸗Raſt“ nachzuſchicken. In
Roman⸗Magazin des Auslandes. 1867. Lief. 1.
dieſem Augenblick erſchien Sophie auf der Scene und forderte eine Erklärung; aber Ravensbird winkte ihr ab. Mit der Beharrlichkeit ihres Geſchlechts hielt ſie ihn jedoch an, und dann ſagte ihr Ravensbird, während er ſich los machte, ſie würde im Laufe des Tages von ihm hören. Weiteres konnte ſie von ihm nicht herausbringen, obwohl ſie ihm bis über das große Gitterthor hinaus folgte und dort ſtehen blieb, bis er ihr aus dem Geſicht war.
Herbert Dane ſaß noch rittlings über dem Drahtgatter, des Loshauens auf ſeine Stiefel und Beine, wie anzunehmen iſt, faſt müde. Das Erſcheinen von Mr. Ravensbird mit einem ſo eigenthümlichen Ausdruck von Wuth im Geſicht war eine willkommene Zerſtreuung.
„Holla, Ravensbird! Was iſt los?“
Der Diener blieb ſtehen, als er Antwort gab und ſchaute dem Fragenden feſt in's Geſicht, indem er jedes Wort voll betonte.
„Ich bin aus dem Schloß hinausgeworfen worden, Sir.“
„Aus dem Schloß hinausgeworfen?“ wiederholte Herbert Dane erſtaunt.„Von wem? Doch nicht von dem Lord?“ ſetzte er mit dem Verſuch eines Scherzes hinzu.
„Ich bin ſchmachvoll aus dem Schloſſe und aus meinem langen Dienſte verſtoßen, im Angeſicht von Lady Dane und den Domeſtiken die Treppe hinabgeworfen worden,“ wieder⸗ holte Ravensbird. Der, welcher es that, war mein Herr. Aber er ſoll ſich in Acht nehmen, denn ich ſchwöre, ich werde Rache üben. Es gibt Beſchimpfungen, welche nur die Wieder⸗ vergeltung austilgen kann. Dies iſt eine ſolche.“
„Und weßhalb geſchah dies alles? Auf welche Weiſe haben Sie ihn beleidigt?“ fragte der verwunderte Zuhörer weiter.
„Ich unternahm es, ihm einen Dienſt zu leiſten, und meine freundſchaftlichen Worte— freundſchaftlich ſollten ſie meiner Meinung nach ſein— wurden— wurden übel auf⸗ genommen. Ich ſage, er ſoll auf ſeiner Hut ſein.“
Navensbird ſchritt weiter, ohne eine andere Frage abzu⸗ warten. Herbert Dane ſchaute ihm nach, unvermögend, von ſeinem Erſtaunen ſich ſogleich zu erholen. Die ſilberbeſchlagene Reitpeitſche war jetzt ruhig.
„Den zu beleidigen, ſo wie er jetzt ausſieht, wäre ein geſährliches Ding,“ ſprach er bei ſich ſelbſt.„Was für ein erdfahles Zorngeſicht das war! Mir dünkt, Mr. Harry thäte wohl daran, ſich in Acht zu nehmen.“
Mitlerweile berief Lord Dane, zu deſſen Ohren der ärger⸗ liche Lärm gelangt war, ſeinen Sohn vor ſich und begehrte eine Erklärung. Aber Kapitän Dane lehnte es beſtimmt ab, ſich in Details einzulaſſen.„Ravensbird hat ſich ſchändlich benommen und ſeinen Lohn dafür erhalten,“ ſagte er, und weiter konnte Se. Lordſchaft auch nichts von ihm heraus⸗ bringen.
Oberſt Moncton ſprach im Laufe des Morgens vor und blieb bis zum zweiten Frühſtück. Die Perle war jetzt fertig zum Auslaufen und wartete nur auf die Abendfluth. Lord Dane erkundigte ſich, um welche Zeit ſie unter Segel gehen würde, und der Oberſt erwiederte, er habe im Sinn, um neun Uhr abzufahren. Er lud den Kapitän Dane ein, mit ihm um ſieben Uhr an Bord zu diniren, und dieſer ſagte es zu. 3
Die beiden Freunde gingen nach dem Lunch mit einander aus; und Lady Adelaide ſah ihnen, gleichgültig am Salon⸗ fenſter ſtehend, zu, wie ſie herumwanderten. Kapitän Dane zeigte ſeinem Freunde die wenigen, innerhalb Geſichtsweite, be⸗ findlichen intereſſanten Punkte. Er führte ihn in das Innere der verfallenen Kapelle; er zeigte ihm etwas höher hinauf die am Felſen eingehauenen Stufen, mit dem kleinen Landungs⸗ platz unten, wo er und ſein Bruder ihr Luſtboot vor Anker zu legen pflegten. Auf dieſen Stufen ſtiegen ſie jetzt ſelbſt hinunter, ſetzten ihren Weg nach dem Dorfe auf dem ſchmalen, vornehmlich von den Strandwächtern benutzten Pfade, fort und trennten ſich dann, als ſie zu der Yacht gelangten, denn Ka⸗ pitän Dane verſicherte, für den Nachmittag verſagt zu ſein.
Und der Tag neigte ſich zum Abend.—
Beim Diner war an jenem Abende kein Gaſt auf dem Schloſſe. Lord Dane, ſeine Gemahlin und Adelaide ſaßen am Tiſche, als zu einigem Erſtaunen derſelben, denn ſie hatten
I. 2


