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Lady Adelaide's Schwur. Roman von Mrs. Henry Wood. 6
Nach dieſen Worten entfernte er ſich mit jener ſorgloſen Läſſigkeit in jeder ſeiner Bewegungen, wie wir ſie gern mit der Idee eines Gentleman zu vereinigen geneigt ſind; vielleicht weil ſie ſo ausſchließlich den höheren Klaſſen angehört. Der Seemann betrachtete die Gruppe in der Ferne; es fiel ihm nicht ſchwer, zu errathen, daß die große alte Dame Lady Dane ſein mußte; die junge hübſche war Adelaide Errol. Kapitän Dane kannte er.
In dieſem Augenblick kam eine andere Perſon auf der Straße vom Dorfe herauf; ein etwas finſter ausſehender, kurzer, unterſetzter Mann in dem einfachen, ſchwarzen Anzug eines höhern Dieners. Der Seemann— wie wir ihn ge⸗ nannt haben, obwohl er nichts dergleichen war— trat auf die Straße vor und redete ihn an.
„Können Sie mir ſagen, wer der Gentleman iſt?“ fragte er, auf jenen mit der Angelruthe deutend.
„Das iſt Mr. Herbert Dane.“
„Nicht ein Sohn von Lord Dane?“ rief der Andere, ſcheinbar verwirrt.
Der Mann warf den Kopf zurück, als ob die Frage ſeinem Gefühl zuwider wäre.„Mein Himmel, nein; er iſt nur ein Verwandter. Der dort iſt Lord Dane's Sohn, der ehrenwerthe Kapitän Dane.“
Er wollte nach dieſen Worten weiter gehen, aber der Seemann hielt ihn noch einmal auf.
„Ravensbird, mir dünkt, Sie haben mich vergeſſen.“
Der Mann drehte ſich um, betrachtete ihn genau und griff dann reſpektvoll an ſeinen Hut.
„Oberſt Moncton! Wahrhaftig, Sir, ich bitte um Ent⸗ ſchuldigung. Mir iſt als habe ich Sie gar nicht angeſehen; ich gab auf die Familie Acht. Wir ſehen oft fremde See⸗
leute hier herum, und für einen ſolchen nahm ich Sie.“
„Melden Sie Ihrem Herrn, daß ich hier bin, Ravens⸗
bird. Halt, ſagen Sie ihm nicht vor ihnen allen, wer ich bin. Ich habe keine Zeit, in dem Schloß vorzuſprechen. Berichten Sie Kapitän Dane einfach, daß ein fremder Gentleman ihn zu ſprechen wünſche.“ Der Diener berührte wiederum ſeinen dut und eilte vorwärts. Herbert Dane hatte ſich mittlerweile der Geſell⸗ ſchaft angeſchloſſen: ſie traten eben in das Schloßthor. Ravensbird redete Kapitän Dane, deſſen Dienes er war, an, und dieſer drehte ſich um.
„Ein Gentleman fragt nach mir? Was für ein Gentleman, Ravensbird? Wo iſt er?
„Dort unten, Sir. Er wünſcht Sie unter vier Augen
zu ſprechen.“
Kapitän Dane fühlte ſich geärgert und ſchritt ungeduldig
vorwärts. Das hübſche Mädchen an ſeiner Seite war ihm lieber als alle Gentlemen von der Welt. Sie ſchaute ihm nach und richtete dann ihre Augen— ziemlich eigenwillige und trotz des Azurglanzes nicht immer dem Ausdruck nach wohlgefällige Augen— auf den Diener.
„Wer iſt es, Ravensbird?“
„Ein Fremder, Mylady.“ „ Und ein Nankee,“ ſetzte Herbert dann hinzu;„wie ich ſeinem Accent nach behaupten möchte.“
Sie waren jetzt in dem großen Thorweg, und die junge
Dame legte plötzlich ihren Arm in den von Mr. Herbert Dane und ging an ſeiner Seite weiter, während die Diener damit beſchäftigt waren, Lord Dane hineinzubringen. Herbert erzählte ihr von den neugierigen Fragen des Fremden und ſie lachten zuſammen.
Die Schilderung, welche Herbert Dane von der Familie ſegeben, war richtig ſoweit ſie ging, und, wie er bemerkt hatte, er ganzen Welt— das heißt, der Welt von Danesheld— be⸗ lannt. Lord und Lady, Dane hatten nur zwei Söhne und ſonſt keine Kinder; und ſeitdem nugen ſie eben nicht viel zu deren Troſt und Freude bei. Der Erbe, Geoffry, war ein Verſchwender, der ſeine Zeit rößtentheils draußen zubrachte, und wenn er einmal nach hanfe kam, den Aufenthalt daſelbſt durch ſeine ſchlimme Ge⸗ müthsart nur unangenehm machte; aber nichts deſto weniger
nar er der Günſtling und durch eine bis zum Uebermaß ge⸗ Uubene Nachſicht verdorben worden. Er empfand den bit⸗ terſten Neid auf ſeinen jüngeren Bruder; auf ſeine Beliebt⸗ 4
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dieſelben herangewachſen,
eit, ſein gutes Ausſehen und vor Allem auf ſein hübſches inkommen, viel beträchtlicher als dasjenige, in deſſen Genuß er ſelbſt ſtand, denn Lord Dane hatte ſchwere Ausgaben und konnte ihm kein ungewöhnlich großes Jahrgeld ausſetzen. Eine Feindſchaft erzeugte ſich unter den Brüdern—„böſes Blut“ hieß es in Danesheld— und es war wenig Ausſicht vor⸗ handen, daß ſie mit der Zeit ſich irgend mindern würde. Der Hauptbeleidiger war unſtreitig Geoffry; er ſchleuderte Hohn und Schimpf auf Harry; und Harry, von heißem Temperament, gab es in gleicher Münze zurück. Es war zugleich außer Zweifel, daß Harry Dane die hebe und Gunſt, die man daheim an ſeinem Bruder verſchwendet, in ſeinem Herzen übel empfunden hatte. Als Kapitän Dane dreiund⸗ zwanzig Jahre alt war, begleitete er ſein Regiment nach Kanada: ein Aufenthalt von einigen Jahren daſelbſt, und er kehrte als Invalide heim, und verkaufte dann ſein Patent. Nachdem er ein Jahr oder ſo zu Hauſe zugebracht hatte, ging er wieder nach Amerika; und von der Zeik an hatte er größ⸗ tentheils in der neuen Welt gelebt, indem er in den vehee. denen Ländern herumreiſte und nur bei ſeltenen Veranlaſſun⸗ gen in England einen Beſuch machte. Jetzt verſprach ſein Aufenthalt daheim länger zu dauern, denn er hatte ſich in Lady Errol verliebt. Er ſprach ſchon mit ihr von Heirath; er ſprach zärtlich davon, wie er ſie dann nach Amerika führen und ſeinen dortigen Freunden vorſtellen wollte, und gedachte dann, von dort nach England zurückzukehren und ſich bleibend dort niederzulaſſen. Herbert Dane hatte nicht ſo Unrecht, wenn er ſagte, der Kapitän bete die Erdſcholle an, worauf ſie ihren Fuß ſetze. Die größte Freude ſeines Lebens war es ſcheinbar für ihn, immer bei ihr zu ſein; und ohne Zweifel hatte er derſelben viel von der Geſchichte ſeines vergangenen Lebens vertraulich mitgetheilt.
Und Lady Adelaide? Sie war eine der wahrhafteſten eitelſten Koketten, welche jemals die Liebe eines Mannes enkflammt hatten: wohlmeinend im Ganzen, aber arg⸗ wöhniſch herzlos. Leute, die von ihren gewinnenden Manie⸗ ren beſtochen waren, fühlten ſich geneigt, ſie ein gutmüthiges, theilnehmendes, liebes Mädchen zu nennen. Sie irrten ſich vollſtändig: wenige Mädchen waren ſo von Natur ſelbſtſüch⸗ tig, obwohl ſie ſich bis jetzt deſſen noch nicht bewußt ſein mochte. Sie war vor zwei Jahren nach Dane Caſtle ge⸗ kommen. Die Tochter des verſtorbenen Grafen von Irkdale, eines ſehr armen ſchottiſchen Pairs, fand ſich Adelaide Errol bei dem Tode ihrer Mutter, einer Schweſter von Lady Dane, ohne Heimath; denn der Aufenthalt bei ihrem Bruder, dem wilden jungen Grafen, war kein ſehr erwünſchter; Lady Dane ließ ſie deshalb nach Danesheld kommen, und ſie er⸗ ſchien dort mit ihrer franzöſiſchen Zofe Sophie, und hatte ſeitdem in hohem Grade der Nachbarſchaft die Köpfe verrückt.
Kapitän Dane ging ſchnell auf den Fremden zu, und ſie begrüßten ſich mit einem warmen Händedruck. Oberſt Moncton war ein Amerikaner und ſie ſtanden auf ſehr freundſchaftlichem Fuße. Sie correſpondirten miteinander und erſt aus den letzten Briefen von Kapitän Dane hatte der Oberſt etwas von Adelaide Errol vernommen. Nichts kam dem Erſtaunen Kapitän Dane's gleich; er hatte ſich denſelben wohlbehalten in New⸗York gedacht..
„Von welcher Ecke der Welt tauchen Sie auf?“ rief er. „Haben Sie eine Reiſe durch den Schooß der Erde gemacht und kommen auf dieſer Seite heraus?“
Oberſt Moncton lachte. 3—
„Ich war verſucht, eine Yacht zu kaufen— und mußte ſie ſogleich probiren, gerade wie es ein Kind mit einem neuen Spielzeug macht. Der Wind war günſtig und trieb uns nach England herüber. Wir legten in Plymouth an, und da—“
„Machten Sie ſich nach Danesheld auf, als ein guter Burſche, wie Sie es ſind!“ unterbrach ihn Dane in einer lebhaften Anwandlung von Freude.„Ich hörte vor einer Stunde, daß eine große, nach Art von Klipperſchiffen gebaute, Yacht in der Bai liegt, Sterne und Streifen zur Schau tragend, aber ich dachte nicht an Sie. Ich war im Begriff hinabzugehen und mir dieſelbe anzuſehen: ich war auch einſt mit der Leidenſchaft für Yachten behaftet.“
„Ich wollte ſagen,“ fuhr der Amerikaner ernſt fort,„als wir Plymouth erreichten, fand ich, daß die letzte Poſt Briefe


