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könnt mich ein Stück Wegs begleiten; wenn Ihr den ganzen Tag lang herumvagabondirt ſeid, ſo kommt es jetzt auch nicht darauf an, ob die Frau noch eine halbe Stunde länger wartet! Ich habe ein Hühnchen mit Euch zu pflücken, Herr Schwiegerſohn, und zwar ein ganz gehöriges! Was rührt Ihr für Teufelsbrühen ein! Komme ich heute früh in Euer Haus und finde dort mein Mädel mit rothgeweinten Augen— ſie geht nicht mit der Sprache heraus, ein Blinder kann aber ſehen, daß ſie was auf dem Her⸗ zen hat. Ich will ſie zum Mittageſſen mit hinausnehmen, ſie thut's nicht, ich komme ſchon verdrießlich nach Hauſe und denke mich an einem guten Biſſen zu erholen— proſ't Mahlzeit, da wartet erſt die Beſcheerung auf mich! Sitzt da ein ganz con⸗ fiscirter Kerl, einer von Abraham's Söhnen, und macht mir Offerten für Euch, weil er Euch nicht am Ort gefunden hätte. Bringt ein Kauderwelſch zum Vorſchein, daß Ihr tauſend Gulden bei ihm habt aufnehmen wollen, daß er aber ſelbſt nichts gehabt hätte, inzwiſchen habe er herumgefragt und könnt' es jetzt ſchaffen, wenn ich Bürgſchaft ſtellen wollte, wegen der ſchlechten Zeiten. Ich hab' den Kerl vor die Thüre geſchmiſſen, ehe er noch mit ſeiner gottesläſterlichen Zinsforderung zu Ende war. Was ſind mir das für verfluchte Geſchichten, Musje! Wenn Ihr Geld braucht, was geht Ihr da zu dem Judenvolk und kommt nicht zu mir? Bſcht— ſtill geſchwiegen, ich weiß, was Ihr ſagen wollt, daß ich ſelber ein armer Teufel bin, für Euch hab' ich aber doch Geld im Hauſe, Geld wie Heu! Wie Ihr damals ſo aufſäſſig wart, als meine Frau Schweſter dem Mädel was Jährliches hat ausſetzen wollen, da iſt ſie auch aufſäſſig geworden, denn ſie hat einen harten Kopf, das weiß ihr Mann am beſten. So hat ſie denn das ganze Capital, das ſie Euch verzinſen wollte, in guten Staatspapieren in meine Hand gelegt, mit der Commiſſion, daß ich's Euch aufhebe und die Zinſen dazuſchlage, bis einmal Noth an Mann käme, denn ſie war ſo falſch auf Euch, daß ſie Euch in Geldſachen kein gutes Wort mehr geben wollte. Kommt alſo in's Guckucks Namen hinaus, heut' noch oder morgen, und holt Euch von dem Eurigen, was Ihr braucht oder, was mir am liebſten wäre, die ganze Beſcheerung. Wozu Ihr's braucht, das geht mich nichts an— kann mir's übrigens ſchon denken— alte Geſchichten— Jugend hat nicht Tugend— Univerſitäts⸗ ſchulden ꝛc. Und jetzt Baſta, ich verbitte mir alles Dreinreden, macht Rechtsumkehrt und marſchirt zu Eurer Frau. Das ſage ich Euch aber, finde ich mein Mädel noch einmal mit rothen Augen, ſo kriegt Ihr's mit mir zu thun, und die Tante hetz' ich Euch auch noch auf den Hals!“
Ohne den jungen Mann zu Wort kommen zu laſſen, machte der Revierförſter ſich von ihm los, drehte ihn mit ſeinen gewal tigen Fäuſten um wie ein Kind, und marſchirte mit Rieſenſchritten der Chauſſee zu.
Schaumberg ſah ihm mit leuchtendem Auge nach. Eine Cent— nerlaſt war ſo unvermuthet, ſo plötzlich von ſeiner Seele genom⸗ men— ohne RNechenſchaft ablegen zu müſſen, konnte er ſich für alle Zukunft von der Ehrenſchuld befreien, die ihm ſo ſchwere Sorgen gemacht! Wenn auch noch genug auf ſeinem Gemüth laſtete— die Ehre war nun gerettet! 3
Sein ganzes Herz drängte ihn jetzt zu Eliſabeth— er em⸗ pfand ein gebieteriſches Bedürfniß, ſich voll und ganz gegen ſie auszuſprechen und aus dem Chaos von Empfindungen, das ihn an dieſem Tage bedrängt hatte, das eine, höchſte Gefühl ſeines Herzens klar hervorzuheben.
Als er ſein Haus betrat, flog Eliſabeth ihm entgegen und umfing ihn mit leidenſchaftlicher Innigkeit. Er ſah ihr in die Augen— ihr Vater hatte wahr geſprochen, noch jetzt trugen. ſie Spuren vergoſſener Thränen.
„Endlich biſt Du da!“ rief ſie erregt, nach Dir geſehnt! Warum ſagteſt Du mir nicht, daß Du nach Bamberg zurückwollteſt?— aber ſtill davon, ich ſehe, daß Dein Auge heut' heller blickt— die Sorgenfalte iſt fort von der lieben Stirn— Du haſt Deinen Zweck erreicht!“ „Ja, Eliſabeth,“ ſagte er,„dieſe Sorge iſt gehoben, ſo weit es meine Verpflichtungen betrifft, und Dein Vater iſt es, der mich in ganz unerwarteter Weiſe davon erlöſt hat. Was mich heute nach Bamberg führte, war aber nicht dieſer Anlaß— es gab dafür einen andern Grund.“
„ich habe mich ſo
Otto ſah ſie fragend an. „Ich kenne den Grund, der Dich hingeführt,“ ſagte die junge Frau bebend,—„iſt Dir Aufklärung über die Abſenderin des Kreuzes geworden?“
„Nein,“ erwiderte Otto mit wachſendem Erſtaunen,„wie haſt Du aber erfahren können, was nie über meine Lippen kam, was ich Dir eben jetzt zu vertrauen dachte?“
Eliſabeth barg den Kopf an ſeine Bruſt.„Das Kreuz iſt mein!“ hauchte ſie, kaum hörbar,„— wird es mich Deine Liebe koſten, Otto?“
„Eliſabeth!“ rief er in unbeſchreiblichem Ton.
„Höre mich an!“ ſagte ſie, ohne die Stelle an ſeiner Bruſt zu verlaſſen,„ich will Dir Alles, Alles geſtehen! In jeder Stunde dieſes angſtvollen Tages hab' ich's mir von Neuem ge⸗ lobt, Dir nichts zu verhehlen!“ Ihr ganzer Körper zitterte in Otto's Armen; ſanft leitete er ſie zum Sopha, wo er ſie neben ſich niederzog, mit koſender Hand über ihre Flechten ſtrich und ihre fieberiſch glühende Stirn mit ſeinen Lippen berührte.„Sprich denn, mein Liebling!“ ſagte er bewegt.
„Lange, ehe Du von meinem Daſein wußteſt, habe ich Dich geliebt! Du haſt gehört, daß meine Tante, als ich in Bamberg bei ihr lebte, am Regnitzufer wohnte. Die Fenſter meines Zim⸗ mers, nach dem Garten zu, gingen nach dem Spital— da ſah ich Dich täglich in den Sälen wirken und walten— durch die hohen Scheiben konnte ich Alles unterſcheiden, was in der Nähe der Fenſter vorging. Ich ſah die Freundlichkeit, mit der Du den armen Kranken begegneteſt, ich ſah, wie ihre Geſichter aufleuchte— ten, ſobald Du in ihre Nähe kamſt, und ich gewann Dich lieb aus dem Grunde meines Herzens! Ein ganzes Jahr lang ge⸗ nügte es mir, Dich ſo zu betrachten, an Dich zu denken— da kam des Onkels Verſetzung nach München. Ich ſollte fort— der Gedanke, Dich nicht mehr ſehen zu dürfen, nie wieder von Dir zu hören, ließ mich erſt ganz empfinden, wie feſt mein Herz an Dir hing! Ich verweinte damals alle Nächte, der ſehnlichſte Wunſch, Dich ein einzig Mal zu ſprechen, ehe ich ging, ließ mir keine Ruhe mehr! In dieſen Tagen führte ein unglücklicher Zu— fall einen Roman in meine Hände, in dem ein ähnlicher Brief, wie der erſte, den ich Dir geſchrieben, zu einer glücklichen Ver⸗ bindung zweier Herzen geführt hatte. Im erſten Augenblick war ich betroffen— dann ſchien es mir wie ein Fingerzeig von Oben! Die Tante wollte noch in Bamberg bleiben, bis die Feſtlichkeiten zu Ehren der Königin vorüber ſeien, ich ſollte meinen erſten Ball bei dieſem Anlaß mitmachen, gleich nachher war die Abreiſe be⸗ ſtimmt. Ich verſuchte, meine Schrift zu verſtellen— es gelang mir, und ich ſchrieb jenen unſeligen Brief! Zwei Tage lang kämpfte ich noch mit mir, mein innerſtes Herz warnte mich— endlich warf ich ihn doch in den Briefkaſten! Was hätte ich ſchon eine Stunde nachher darum gegeben, wenn ich ihn hätte zurücknehmen können! Als der Ball abbeſtellt wurde, fühlte ich mich wie erlöſt— ein paar Tage darnach reiſ'ten wir ab, da gönnte ich mir das kurze Lebewohl an Dich, weil ich feſt überzeugt war, Dir nie mehr zu begegnen. Denke Dir nun meine Empfindung, als mein Vater im Herbſte ſchrieb, Du ſeiſt hieher verſetzt! Un⸗ widerſtehlich zog es mich in Deine Nähe, und ich bat meinen Bater, daß ich nach Hauſe kommen dürfte. Ich lexnte Dich kennen, Otto! Du gewannſt mich lieb, mein Gefühl für Dich ward mit jedem Tage tiefer, nun aber kam auch die Strafe für mein keckes, unweibliches Beginnen! Je mehr ich Deinen Cha⸗ rakter erkannte, deſto klarer empfand ich, daß Du mich verurtheilen würdeſt, wenn Du wüßteſt— ¹
Eliſabeth brach ab; die plötzliche Erregung erſtickte ihre Worte.
Otto zog ſie näher an ſich.„Geliebtes, thörichtes Kind!“ ſagte er innig,„welche Schreckgeſpenſter haſt Du Dir herauf⸗ beſchworen! Wie konnteſt Du noch fürchten, daß Dein Bild ſich mir entſtellen würde, nachdem ich Dein Herz, Dein ganzes, in ſchönſter Weiblichkeit aufgehendes Herz erkannt und beſeſſen habe!“
„Denke an den Abend vor unſerem Hochzeitstage!“ rief Eliſabeth erregt.
„Ich denke daran,“— ſagte Otto, und ein ernſter glitt über ſein Geſicht,„und ich kann es nicht faſſen, daß
Zug jener offen
„Alſo doch!“ ſprach Eliſabeth erblaſſend.„Ich fürchtete es
wohl!“
Augenblick in Deinem Zimmer, wo mein ganzes Herz Dir lag, kein Vertrauen in Dir weckte!“


