Der verwundete Damhirſch.
und Schmerzensgebehrde todesmuthig ſeine letzten Kräfte
Peinigern daranſetzte und den einen davon eben ſiegreich bewältigte, daß ſich deſſen heulende Stimme mit dem Wuthgeſchnaufe des Hirſches miſchte, entquollen durch die heftigen Bewegungen der Todeswunde von Neuem die purpurnen Perlen und ſickerten am weißen Haar des zitternden Leibes hernieder. Ja, die ganze eine Seite des mannhaft Streitenden war dunkel geröthet vom Schweiß, der ſich beim Durchbrechen der Dickichte darüber ergoſſen hatte. Mehr und mehr ſchwanden ichtlich die Kräfte des mit dem Tode Ringenden, ſo daß wieder frei ward, der, wie durch ein Wunder beſchützt, ohne er⸗ hebliche Verletzung davongekommen. Nichtsheſtoweniger nahm der Hirſch mit dem letzten Reſte ſeiner Enercie nun mich, der ich hinangegangen, um ihn abzufangen, auſ's Korn; ich konnte mich des⸗
Zornes im Kampfe mit ſeinen
dadurch der Hund
einen mächtigen ztamm da ich in dieſem ſer ment Im ſelben Abiflichlich des Jagdherrrakr die“ zuſammenbrfil ſchon
halb nur durch einen raſchen Sprung hinter vor dem blind auf mich Losgehenden ſchützen, nur mit dem Waidmeſſer bewaffnet war. aber bekam er auch die zweite Kugel aus die den Hirſch im Feuer, mir faſt zu Füßen, Ausgekämpft, ausgelitten hatte jetzt der Freigebornen Wahr⸗ lag er in's weiche Moos gebettet, während die Hunde, ſer ſehr das kleine giftige Dächſel, mit raſender Gier ihren Gs teaf m Verendeten kühlten, bis ſie, an die Riemen gefeſſelt, nac dem Pürſchwegen folgen mußten. N Ich aber konnte mich nicht ſo gleia) Som Anblick des heroiſch Geffallenen trennen, der in ſeine rothbefleckten Decke und mik dem Sgekrönten Haupte, hingeſtnien. auf den ſammetgrünen Teppich des ſchweigſamen Suides, ot. ſich das dunkele Gezweig der Tannen, ein gar ernſt⸗ſchönes ild bot.
V


