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„Ich habe Alles bedacht,“ gab ſie zurück.„Nur nicht, wie ſich die Sclavin ihrem Beſis Ber gegenüber anzuſtellen hat. Aber,“ fügte ſie mit unbeſchreiblich höhniſcher Betonung hinzu, darum
uä ich mir wohl keine Sorge zu machen. Der Käufer wird ſchon wiſſen, daß und wie er über d Waare disponiren kann und will!“ 4
Den Augen des ſähmer beleidigten Mannes entfunkelte ein Zornblitz und ſeinem Munde entfuhr ein halbunterdrückter Fluch. Aber Sigfrid von Lindenberg war allzeit, in der Studentenkneipe wie auf der Rednerbühne der Volksverſammlungen, auf dem Schlachtfelde wie im Kerker, ein Gentleman geweſen und er war es auch jetzt.
Obzwar im Innerſten aufgeſtürmt und empört, zu zwingen und zu ſtimmen, um gehaltenen Tones zu fragen:
„Brunhild, iſt das Ihr letztes Wort?“
„Ja.“
Ohne Heftigkeit, Fenſter. „Fräulein von Hohenauf, ſehen Sie dort drüben am Scheitel des Schreckhorns die zwei ſo nahe beiſammenhängenden und doch ewig getrennten Schneewolken?“
„Was ſoll das, mein Herr?“
„Das Volk nennt die beiden Schneeflecken dort die zwei ver⸗ dammten Seelen und erzählt eine ſchaurige Sage von ſbnen Sehen Sie genau hin! Das Bild unſerer Zukunft ſteht vor Ihren Augen.“
„Sie dichten, mein Herr.“
„Nein, ich prophezeie. Wir werden als Seelen neben einander ſtehen und doch hätten wir mitſammen zwei ſelige ſein können. Sie hätten mich— o, mit wie wenig Mühe! zum g lücklichſten Manne gemacht und ich, für welchen Frauen,
wußte er ſich die Thörichte
aber feſt faßte er ihre Hand und zog ſie an's
zwei verdammte
ſo ſchön wie Sie, das Leben und mehr als das Leben hingegeben hätten, ich würde Sie auf den Händen getragen und wie eine Mutter geehrt, wie eine Schweſter beſchützt, wie eine Tochter be⸗
hütet und wie eine Geliebte geliebt haben Vorbei!“
Er ließ ihre Hand los, trat zurück und ſagte noch mit einer tiefen Verbeugung:„Ich habe die Ehre, Ihnen eine gute Nacht zu wünſchen. Morgen werde ich Ihnen meine Anſichten mittheilen und die Ihrigen entgegennehmen, wie wir unſer Nebeneinanderleben möglichſt wenig unbehaglich einrichten könnten. Für heute nur noch dies Eine: Fräulein Brunhild von Hohenauf, Sie haben mich Ihren Käufer, geſcholten. Wohlan, jetzt und immer verſchmäht der Käufer, über die Waare zu disponiren!“
Damit gin er, und als er gegangen, da brach ihre Stärke, ihr Stolz, ihr Wahnwitz doch zuſammen. Vernichtet ſank ſie auf einen Stuhl und die unnatürliche, ja frevelhafte Geſpanntheit ihres Weſens ſuchte und fand einen vulcaniſch-heftigen Ausbruch
in krampfhaftem Schluchzen. 9
5. Neben einander.
Aus den zwei verdammten Seelen wurden nicht zwei ſelige. Sie lebten neben einander hin, bis, wie Sigfrid am Morgen nach der trübſeligen Hochzeitsnacht ſeiner Frau, die nicht ſeine Frau war, vorgeſchlagen hatte,„eine ſchickliche Löſung ſich fände.
Er benahm ſich gegen ſie mit vollendeter Courtoiſie. Selbſt der leiſeſte Schatten von Zwang war aus ihrem Daſein entfernt und ſie mochte ſich in vollſter Freiheit bewegen. Die Dienerſchaft zollte der Herrin ehrerbietigſte Aufmerkſamkeit und pünktlichſten Gehorſam. Zedem Wunſch, den das verzogene Glückskind launen⸗ haft hinwarf, geſchah mit faſt zauberhafter Raſchheit Genüge. Sie zwang ſich, heiter zu erſcheinen, geräuſchvoll das Leben zu führen, und derweil verzehrte ſich ihr ſtolzes Herz in der Bruſt.
Denn ſie liebte dieſen Mann, der ihr mit ſo gleichmäßig höflicher Kühle begegnete, liebte ihn mit brennender Gluth und Eiferſucht. Sie ertappte ſich auf Unmöglichem; denn für un⸗ möglich hätte ſie es doch fürwahr Fehalten, daß eine Zeit kommen könnte, won ſie, wie ſie that, heimlich die Armſtuhllehne küſſen utads- we Uuf Sigfrid's Hand geruht, wo ſie, ſo es ungeſehen geſchehen kiſt Re, zärtlich ſeinen alten iodoſen Pudel, der mancherlei Jalgal wwaiſ eeim Herrn durchgemacht, liebkoſen, wo ſie in den
Hhes lange fort;
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Stall ſich ſchleichen würde, um das Lieblingspferd deſſen zu
ſtreicheln, den ſie ſo übermüthig verſchmäht, ſo tödtlich gekränkt hatte. Möglich, wahrſcheinlich ſogar, daß die Energie ihrer Leiden⸗
ſchaft den Eiswall ihres Hochmuths einmal unverſehens durch⸗ brochen und niedergeworfen haben würde, falls Sigfrid nicht ſo ſtreng innerhalb hätte. Die Beiden ſahen ſich meiſt nur bei Tiſche und bei dieſen Begegnungen gefiel ſich der Schloßherr in einem Tone, welchen die Frauen und vollends leidenſchaftliche Frauen am allerwenigſten ertragen können, in dem Tone gleichmüthiger Ironie nämlich, die ſich mitunter in allerhand krauſen Bildungen des Humors ausließ. „Er verſchmäht mich,“ grollte es in der tiefſten Seelenfalte des ſtolzen Weibes;„er verſchmäht mich und glaubt mir zeigen zu dürfen, daß er mich verſchmäht. ECher ſterben, als dem Ueber⸗ müthigen durch ein Wort, durch einen Blick verrathen, was“ nun, was ſie vor ſich ſelbſt verbergen wollte und doch nicht konnte, nämlich, daß ſie dieſen Mann anbetete.
Vielleicht hätten ihre heimlichen Monologe lautet, ſo ſie mit angehört hätte, Abends zu ſeiner alten Lebensgefährtin ſagte:„Höre, Liſe, der arme Herr iſt in letzter Zeit auffallend gealtert. Vor etlichen Monaten hatte er noch kein weißes Härchen auf dem Kopf und im Bart, und jetzt hat es recht ordentlich drein geſchneit.“
„Ich hab's wohl bemerkt,“ gab die Liſe zur Antwort. gute Herr iſt recht unglücklich, obgleich er ſich's nicht laſſen will. Warum hat er aber auch ſo'ne führt?“
doch anders ge⸗ wie der alte Hausmeiſter eines
„Der anmerken Lucifera heimge⸗
So
„— „Nun ja doch, ja ſtolzer und thut d
'ne was für Eine?“ Alter, ſo hochmüthiger als das nicht gut. 3
Zu Ende
'ne Lucifera, ſag' ich, die Dam' Lucifer ſelber. Gieb Acht,
iſt lange
des Hochſommers kam Paſtor Schwarzdorn zum Be⸗
ſuch. Sigfrid holte den Freund auf der nächſten Eiſenbahnſtation ab. Sie hatten demnach mehrere Stunden mitſammen zu fahren, und ſo langte Schwarzdorn, der ein Künſtler im Ausholen war,
ziemlich vollſtändig über den Stand
der Sachen im Schloſſe unter⸗ richtet daſelbſt an.
Der kauſtiſche Verächter von Menſchen und Dingen war aber doch lange nicht Mephiſtophel genug, ſich darüber zu freuen, daß der„Romantiker“ Sigfrid ſeine Prophezeiung nicht Lügen geſtraft hatte. Wunderlich aber war es anzuſehen, daß der zwangloſe Sarkaſtiker bei Tafel der Schloß herrin gewiſſer⸗ maßen zu imponiren, ja ſogar faſt ihr Wohlgefallen zu erregen verſtand. 8
Nachher zeigte Sigfrid dem Freunde die neuen Wirthſchafts⸗ gebäude, die er gebaut, und die ausgede ehnten Parkanlagen, die er bis zum Hochwald des Bergrückens, an deſſen Fuß das ſchöne Beſitzthum gelegen iſt, hinaufgeführt hatte. Sie verbrachten mit der Beſichtigung des Gutes den Nachmittag, und auf dem aberde lichen Heimweg zum Schloſſe äußerte der Gaſt:„Ich mach' Di mein Compliment, alter Junge. Dein Gut darf ſich ſehen laſſen, und Du ſcheinſt in der Verwaltung deſſelben eine angemeſſene und fruchtbare Thätigkeit gefunden zu haben. Es iſt auch geſcheidter und lohnender, hier Aecker zu verbeſſern, Wieſen zu entſumpfen, Bäume zu pflanzen und Gartenanlagen zu ſchaffen, als daheim bei uns politiſches Phraſenſtroh mit zu dreſchen.“
V Sigfrid, welcher das Bedürfniß fühlte, ſeine Seele ihrer ſchweren Bürde wieder einmal in einem heftigen Ausbruch zu ent⸗ laden, ergriff die gebotene Beranlaſſung, um ſich mit äußerſter
Leidenſchaftlichkeit und Bitterkeit über die deutſchen Zuſtände aus⸗
zulaſſen.„Dieſes Deutſchland, das zu vergeſſen und dem zu entfremden mir— Dank den Göttern!— nachgerade gelungen iſt,“ rief er aus,„dieſes Deutſchland würde die Schlafſtube der Weltgeſchichte ſein, wenn es nicht ihre mit Hunderttauſenden von unnützen Scharteken angefüllte Bücherei wäre, wohin ſich Danie Hiſtoria zurückzuziehen pflegt, um, ermüdet von Thaten, die ſie
mit anderen und für andere Völker gethan, im Halbſchlummer über philoſophiſchem und theologi ſchem Nonſens und literariſchem Lumpenkram zu duſeln und zu dämmern.“ In dieſem Tone ging denn Ehren Schwarzvorn welcher merkte, daß die
Erploſion dem Freunde Erleichterung verſchaffte, trug Sorge, die „Gemüthsausſchleimung“, wie er das Ding bei ſich Wud durch ſarkaſtiſch hingeworfene Widerſpruchsworte noch mehr u und *
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Schranken kühler Gemeſſenheit ſich gehalten


