weiligen
zwölfjährige Mädchen als zeitweilige Frau vor der Hand für fünf Mondjahre in's Haus. Wenn auch die noch lebende erſte Frau des Mirſa, Chanum boſurk(die große Frau), welche nur eine Tochter geboren hatte, ihrem Manne nichts einwendete gegen eine zeitweilige Ehe deſſelben mit einer jüngeren Fran⸗ von der er einen männlichen Leibeserben zu erlangen hoffte„ſo konnten doch, trotz Fatme's geduldigem Weſen, Zwiſtigkeiten um ſo weniger aus⸗
bleiben, als Chanum boſurk herrſchſüchtig war und ihre ſchon er wachſene Tochter ebenſo ränkeſüchtig wie hülſäe Schon glaubten Beide ſich am Ziele ihrer Wünſche, nämlich die Sigeh(ſo heißt
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Eine vornehme Perſerin mit ihrer
nur zeitweilige Frau, als beſtändige auf.
keiten,
nun an aber Chanum kutſchuk und ihre Kinder eine beſondere dadurch zwiſchen den beiden ihre Tochter zu denen auch d
bekam licher 7
worden; Frau mit ihren Spionen, welche heute die junge Frau begleitet und die ihren Auftraggeberin⸗ nen auch etwas vorlügt, dem Aga
und ih
Friede iſt
für ſich
Chanum
re Kinder beif
1 u5 4.
Dienerin auf der
Nach perſiſchen Originalzeichnungen.
die zweite Frau in Perſien) am Ende ihres Contraetes entlaſſen zu ſehen, als dieſe nach mehr als dreijähriger Ehe ebenfalls ein Mädchen gebar. Das arme Kind und ſeine Mutter hatten viel von Chanum boſurk und ihrer Tochter zu leiden, und auch der alte Mirſa fing an auf die junge Frau ungehalten zu werden, weil ſeine Wünſche nicht in Erfüllung gingen. Zum Glücke für das arme Kind ſtarb es bald, aber eine noch traurigere Zeit folgte für die junge Frau. Da, als ihr Contract eben ablaufen ſollte, gebar ſie abermals und zwar Zwillinge männlichen Geſchlechts, welche beide leben blieben. Der alte Mirſa war wie toll vor Fund über dieſen in Perſien ſo ſeltenen Fall, und wenig fehlte,
aätte ſeine erſte Frau ſammt Tochter aus dem Hauſe gejagt, a1s dieſe ihn glauben machen wollten, die Kinder wären nicht ſein igenen. Nun wandte ſich das Blatt, und ſtatt den zeit Ehecontract zu erneuern,
nahm er ſeine zweite, bisher
num boſurk und ihre Tochter ſind ſich jedoch entſchuldigen laſſen, Chans die Beſchützerin ihrer Nebenbuhlerin.
Die beiden Frauen gelangen jetzt an eine geräumige Woh⸗ nung mit vielen Gebäuden und einem großen Garten, mit mehreren Eingängen umgeben⸗ iſt. vanchane
hocken Diener, Decken. ihr Geſicht die ſich, nach mehrmaligein Klopſen
einer
Haupteingange zu herrn)
zerlun
führt,
das 9
hohen Mauer
dem
unter
boſurk und
Straße.
Di 1
ſtehen plaudernd und
ipter Soldaten
viele
bedeckt mit koſtbaren
Kubend wieder
über die Ecke zu einer Seitenpforte, mit dem daran befeſtigten Eiſenklöppel, öffnet den beiden Frauen, welche im Hauſe ſo wohl bekannt ſind, daß er ihre Geſichter nicht einmal zu ſehen braucht,
Beobachtung aller nöthigen Förmlich⸗ Die bisherige Fatme Sigeh wurde von
wenn es nur (Hausherrn) zu verleumden.
(die kleine Frau) titulirt und Wohnung. Häus⸗ Frauen nicht erzielt ungahen die junge die alte Dienerin gehört, zweite Frau Cha⸗
dazu taugt, die
WAp.
ebenfalls eingeladen. Sie haben
denn ſie haſſen in der Frau des
die von Am (Empfangszimmer des Haus⸗ rauchend neben einem Paar und Pferde werden herumge⸗ Hier zieht Chanum kutſchut und wandert ſtill vorbei un
öffnet. Ein alter Schwarzer
um ſie zu
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