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A und bei den Pferden im Stalle.
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„Habt Ihr ſein Geſicht nicht geſehen, Schwager?“ fragte der Wirth den Poſtillon.
„Ich konnte nicht dazu kommen,“ ſagte der Poſtillon. „Gott weiß, wie es war. Das Geſicht der Frau ſah ich einmal. Sapperment, das war ein ſchönes, feines Geſicht, und noch blut⸗ jung; aber blaß war ſie, recht blaß.“
„Und der Name?“ fragte der Wirth nochmals.
Der Poſtillon hatte ſeinen Begleitzettel bei ſeinen Sachen So konnte er den Namen auch diesmal nicht ſagen. Nachher hatten er und der Wirth nicht weiter daran gedacht. Die Sachen der Reiſenden wurden in ihr Zimmer geſchafft. Es waren zwei große neue Reiſekoffer. Der Wirth und ſein Sohn, ein Burſch von ſechzehn Jahren, trugen ſie hinauf.
„Da muß ich doch etwas von ihnen ſehen,“ dachte der Wirth.
Er ſah nichts, auch ſein Sohn nicht. In dem Zimmer ſtan⸗
den zwei Betten; beide waren mit Vorhängen verſehen und mit denſelben dicht und feſt umzogen. Die Frau mußte darin
liegen, denn man ſah ſie nicht im Zimmer. Man ſah ſie aber auch hinter den Vorhängen nicht in dem Bette. Der Mann ſaß an dem Bette der Frau. Er war auch von Pelz und Mütze befreit, die jetzt auf einem Stuhl lagen; aber er hatte ſich hinter dem Vorhange über das Bett gebeugt. So ſah man wieder
nichts von ſeinem Geſichte; man erkannte nicht einmal ſeine Geſtalt. Er ſprach nichts; man vernahm auch keinen Ton YIr Frau. Eiine Viertelſtunde ſpäter brachte die Frau des Wirths den und eine Flaſche friſchen Waſſers in das Zimmer. Auch ah nichts, denn die Vorhänge des Bettes der Frau waren feſt zu⸗ gegogen. Der Mann ſtand hinten im Zimmer am Fenſter und hatte ihr den Rücken zugewandt. nach ihr gerichtet, ſie hätte ſeine es brannte in dem Zimmer nur
Züge nicht unterſcheiden können; ein Licht, und dies war mit einem großen Schirme verſehen, ſo daß in dem ganzen Zimmer nur die Helle der Dämmerung herrſchte. Auffallen konnte es nicht, da der Fremde geſagt hatte, das helle Licht ſchmerze die Kranke. Auch die tiefſte Stille war in dem Zimmer; die Frau des Wirths dachte, die Dame ſchlafe. Etwa eine halbe Stunde ſpäter, gegen halb neun Uhr, wurde dem Fremden das Abendbrod mit dem Weine gebracht. Der Wirth und ſeine Frau trugen es hinein. Der Fremde ſtand wieder hin⸗ en im Zimmer, das Geſicht nach dem Fenſter gekehrt. D
er Frau war noch feſt verhangen, kein Laut kam von dah
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Hätte er aber auch das Geſicht
Nach brieflichen Mittheilungen.
ein Wagen an dem Hauſe vorgefahren.
der Fremden da oben willen.“
c. zu beziehen.
Der Richler.
Von J. D. H. Temme.
(Fortſetzung.)
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Der Wirth und ſeine Frau deckten und ordneten den Tiſch. er Fremde hinten am Fenſter rührte ſich nicht; im Bett blieb es ſtill. Als der Wirth fertig war, ſprach der Fremde, aber er wandte ſich nicht dabei um.
„Das Geſchirr dort kann heute Nacht ſtehen bleiben. Ich will nicht weiter geſtört werden. Man ſoll mich auch morgen früh nicht wecken.“
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Der Wirth und die Wirthin gingen. Thür von innen verriegelt wurde, und blieben im Gange ſtehen und horchten. Eine Minute lang blieb es ſtüll in dem Zimmer. Dann hörten ſie deutlich ein leiſes Wimmern; es war die Stimme der Frau. Von dem Manne hörten ſie nichts. Das Wimmern dauerte mehrere Minuten; darauf wurde es ſtill im Zimmer. Die Wirthsleute kehrten nach unten zurück.
Sie hörten, wie die unwillkürlich draußen
Der Wir⸗
thin hatte unheimlich werden wollen.
„Das Wimmern ging mir durch Mark und Bein, wirth.“
„Die Dame iſt krank, Frau.“—
„Und der Mann hatte kein Wort der Beruhigung für ſie.“
„Er wird gegen ſie ſein, wie gegen andere Leute.“
„Und warum läßt er ſich nicht in das Geſicht ſehen? War⸗ um ſtand er immer da hinten im Dunkeln? Er kam nicht ein⸗ mal hervor, als er mit uns ſprach.“
„Das iſt eben ſeine vornehme Art.“
Der Fremde war nun allein mit der Dame, die er ſeine⸗
Frau genannt hatte, allein oben im Hauſe, wie er annehmen mußte, für die ganze Nacht, ohne nur ein einziges Mal geſtört, ohue ſelbſt behorcht werden zu können. Der Wirth und ſeine Leute kümmerten ſich in der That nicht weiter um die Beiden. Anfangs waren ſie neugierig geweſen; aber der Fremde war eben ein zu vornehmer, hochmüthiger Menſch, und die Dame war krank. legte ſich anch die Neugierde, und keinem von den Leuten im Hanſe ſiel ein, wieder hinauf zu gehen, um zu horchen; zu thun hatten ſie dort gar nichts. 8
Es war zehn Uhr Abends geworden. Die F Sohn des Wirths und die Mägde waren ſchou ſchke
und nur der Wirth und der Knecht waren noch auf dar
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„Geh' hinaus, Chriſtoph,“
ſagte der „und ſieh, wer da iſt. bei
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