Jahrgang 
8 (1868)
Seite
113
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In ſengender öluth. Von F. L. Reimar. (Schluß.)

Das Wort des Mädchens brachte Alfred zu ſich ſelbſt zurück und erinnerte ihn an die, welche gebrochen auf ihre Kniee ge⸗ ſunken war.Helene, vergieb auch Du mir, ſagte er weich und trat zu ihr heran,ich konnte nicht anders!

Sie war nicht fähig zu ſprechen und winkte nur flehend mit der Hand, daß er ſie allein laſſe. 3

Am andern Tage empfing Roſalie auf ihrer Villg den Beſuch des Bankiers, der in Geſchäftsſachen mit ihr zu eden hatte. Als dieſelben erledigt waren, frug ſie den Bankier in nachläſſi⸗ gem Ton nach den Neuigkeiten der Reſidenz.

Hm, das Neueſte vom Neuen möchte ſein, antwortete Melſing,daß es zwiſchen Loſſau und ſeiner Braut zu einem entſchiedenen Zerwürfniß gekommen ſein ſoll. Ich erfuhr heute Morgen, daß ſie plötzlich die Reſidenz verlaſſen hat und zu ihrer verheiratheten Schweſter gereiſt iſt und daß man an einem völligen Bruch des Verhältniſſes nicht zweifelt.

Er konnte es nicht laſſen, ſie bei ſeinen Worten ſcharf zu beobachten, aber keine Miene des ſchönen Geſichts verrieth Freude oder gar Triumph; nicht einmal die geringſte Ueberraſchung ſpiegelte ſich darauf ab; es war, als ob die Nachricht ſie voll kommen unberührt laſſe.

Nun ja, da hat die Welt allerdings Stoff zur Verwunderung und zur Krittelei! warf ſie nur in ruhigem Ton hin.Und was haben Sie Weiteres zu erzählen, Herr Melſing?

Der Bankier war im Innern außer ſich vor Erſtaunen. Er hatte einen Kitzel darin gefunden, der Erſte zu ſein, welcher. der Baronin den Eclat berichtete, an dem ſie, wie er gleich der ganzen Stadt wußte, ſchuld war, und den Eindruck auf ſie zu beobachten und nun begegnete er dieſer gänzlichen Glei gültigkeit! Ihm ward nahezu unbehaglich in ihrer Nähe, Me. erſchien ihm faſt wie eine ſchöne, aber unheimliche Spbi

Auch als der Bankier ſie verlaſſen hatte, a⸗ Aalie ſich durchaus keinem Ausbruch der E uf um ihren Mund zuctte ein leiſes, aber 1 chfes Lächeln, als ſie die Worte ſprach:Jel ja, daß es ſo kommen mußte!

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yr gelaſſen werden ſollte, als der «, den ſie erwarte.

Vo yrem Boudoir aus konnte ſie den Weg überſehen, welch on der Reſidenz Vierher führte, und am Fenſter ſitzend

ſie aus, bis ſie in der Ferne einen Reiter entdeckte, in in ihr ſcharfer Blick ſofort Alfred erkannte. Sie erhob ſich ihrem Sitz und richtete ihre glühenden Augen nach oben:

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Dienerſchaft Befehl, daß an dem heutigen Legations⸗-

Ich danke Dir, mein Gott, murmelte ſie,daß Du dieſe Stunde der Rache haſt kommen laſſen! Dann trat ſie auf den Balcon hinapes Der Reiter kam näher und näher; ſie erkannte, wie Alffbo⸗ Geſicht vor Freude und Entzücken leuchtete, als er ihrer ap ward; ſie ſah, wie er aus der Ferne grüßte, und neigt⸗ ſt

ihr Haupt, um ihn willkommen zu heißen. Noch ein Au⸗ und er ſprengte in den Hof. Roſalie hatte ſich gewandt, um in ihr Zimw rückzutreten

und ihn dort zu empfangen; bei der raſchen B das Tuch, welches ſie um ihre Schultern und flatterte über den Rand des Balcoy⸗ erſchreckt, ſprang auf die Seite und odo, weſen war, es anzuhalten, griff ur In demſelben Augenblick bäumt Thier ſich hoch auf, machte einen furchtbaren Satz und euderte den unglücklichen Reiter auf das Pflaſter des Ho⸗ Roſalie, die Zeuge der ganzen ſchrecklichen Scene geww var, ſtieß einen markerſchütternden Schrei aus und ſtür⸗ ann, ihrer eigenen Sinne kaum mächtig, zu dem Verunglö hinunter. Auch die Diener eilten herbei, und in der a Minute ſchon war Alfred aufgehoben, in's Haus und p dem mit halberſtickter Stimme ausgeſprochenen Befehl. der aronin auf deren Zimmer getragen, wo man ihn auf ein ebett legte. Bewußtſein war noch nicht zurückgekehrt, indeſſen keine ag wahrzunehmen, und ein älterer unter den Dienern, w den Schrecken und die Angſt der Herrin ſah, bemühte ſich

Troſt einzuſprechen:Er iſt ſicher nur von dem Fall betäubt, Znädige Frau, ſagte er,und wird bald aus ſeiner Ohnmacht erwachen!

Sie blickte den einfachen Mann an, als hätte er himmliſche Verheißung gebracht, und es war, als ſei von dieſem Augenblick ihre frühere Zuverſicht zurückgekehrt. ließ Alle hinausgehen, denn ſie wollte allein mit Alfred, allein Zeuge ſeines Erwachens ſein.

Es währte auch picht lange, da kehrte mit einem tiefen Athemzuge das Leben in ſeine Bruſt zurück; er ſeufzte noch ein paar Mal, griff mit der Hand nach der Stirn und ſchlug dann die Augen auf.

Alfred! drang es über ihre Lippen mit weichem, innigem und doch wieder jubelndem Tone,Alfred!

Wie ein elektriſcher Schlag fuhr es durch ſeinen Körper; er ſchloß noch einmal die Augen, öffnete ſie dann wieder und begeg⸗ nete den Blicken Roſaliens, die ſich über ihn beugte.

aang aber glitt Lſen hatte, herab Das Pferd, dadurch der im Begriff ge⸗ zurlich heftig in die Zügel.

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