Jahrgang 
4 (1868)
Seite
57
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das von durch Maſchinen bewegten Meſſern in Bogen zerſchnitten

wird, die ſich bequem aufrollen laſſen. Dieſe Papiermühle iſt ein geräuſchvolles Ungeheuer, weshalb ſie nur bei Nacht arbeitet, in⸗ dem ſie ſonſt die Ruhe des ganzen Gebäudes und der darin arbeiten⸗ den über eintauſend achthundert Beamten und über fünfhundert Beamtinnen allzuſehr ſtören würde.. Unmittelbar neben der Papierfabrik ſehen wir eine der wunder⸗ barſten Maſchinen dieſes Papiergeldpalaſtes, die zum Anfertigen von Briefumſchlägen. Ein ſtählernes Meſſer, ähnlich einer um⸗ gekehrten Zinnſchüſſel mit ſcharfem Rande, wird auf einen Haufen Papier gelegt, das ſtark gepreßt iſt. Mit einem Drucke des Hebels ſchneidet das Meſſer fünfhundert Umſchläge aus. Dieſe werden zu je einhundert noch offen ſo auf Bretter gelegt, daß der untere über den oberen einen Achtelzoll hervorragt. Ein Mädchen ſtreicht mit einem Pinſel den Gummi auf, den der Briefſchreiber ſpäter anfeuchtet, um den Umſchlag zu ſchließen. Dieſe Bretter werden der Luft zum Trocknen ausgeſetzt, und ſobald dies der Fall, gehen die Umſchläge, ungefaltet, in dicken Bündeln zu einer kleinen, ungeduldigen und wie mit Magie arbeitenden, höchſt ge⸗ fräßigen Maſchine. Dieſe erfaßt ſie mit gierigen Zähnen, ſtreicht ſofort Gummi auf jedes Ende und den unteren Lappen, faltet die vier Lappen ſcharf ein und drückt die drei unteren feſt auf, den oberen zur Aufnahme des Briefes offen laſſend, und baſta da iſt der Umſchlag fertig! Dieſer kluge, wunderbare Automat, nicht größer als eine gewöhnliche Nähmaſchine, faltet, beſchmiert, ſiegelt

Oeſtliche Fagade des Schatzamtes in Waſhington.

Sie hat Bezauberndes, und nur mit Zögern trennt ſich der Beſucher von dem kleinen Wunder, um ſich nach dem Zimmer der Stecher zu begeben.

Hier ſchauen ein halbes Dutzend Arbeiter, mit Schirmen über den Augen, mit geſpannteſter Aufmerkſamkeit durch Ver⸗ größerungsgläſer auf kleine Platten von erweichtem Stahl, die wie

und ſtößt zweitauſend Umſchläge in der Stunde aus. etwas

Spiegel blenden. Sie ziehen mit dem Grabſtichel Linien ſo klein und fein, daß das bloße Auge ſie kaum wahrnehmen kann. Wir lehnen uns über des Einen Schulter und nehmen wahr, daß er von einem Papier eine Skizze in zwei Gruppen copirt, die eine das Abſchneiden des Weizens mit der veralteten Sichel, die andere deſſen Abmähen mit der modernen Erntemaſchine darſtellend. Es iſt ein kleines Ding, woran er arbeitet, etwas größer als ein Champagnerthaler, allein wahrſcheinlich arbeitet er ein ganzes Jahr daran, ehe er es vollendet. Jeder Arbeiter fertigt blos einen kleinen Theil einer Note an; er muß auf's Genaueſte der ihm vorgelegten Skizze folgen, und dennoch wie wunderbar ſich doch die Individualität geltend macht! erkennt ein Sachver⸗ ſtändiger ſelbſt in dieſen unendlich kleinen Linien ebenſo ſicher ihren Urheber wie wir eine Unterſchrift. Die Amerikaner behaupten, daß, wenn auch andere Nationen ſie in Stahlſtich und Holzſchnitt für Bücher übertreffen, ſie dagegen in derartiger Arbeit jenen weit voraus ſind, wobei freilich erwähnt werden muß, daß die beſten und meiſten Arbeiter Fremde, namentlich Deutſche, ſind. Amerikaniſche Banknoten ſollen den feinſten Stahldruck von allen aufweiſen. Ein guter Arbeiter erhält von der Regierung dreitauſend Dollars das

Die feinen, verſchlungenen Ornamente auf dem Rücken und um die Zahl der Staatsſchuldſcheine(wie fein verſchlungen ſie ſind, iſt nur mit dem Vergrößerungsglaſe zu entdecken) werden jedoch mechaniſch und zwar mit einer von einem Yankee, Aſa Spencer, vor etwa fünfzig Jahren erfundenen Maſchine gravirt. Das Syſtem derſelben iſt alt und einfach, der Apparat ſelbſt aber höchſt complicirt. Die Stahlplatte wird auf einer Unterlage ſehr ſtark befeſtigt und dann bewegt ſich der Grabſtichel, von kräftigen Stahl⸗ muskeln erfaßt und durch die Maſchine getrieben, über dieſelbe, leichte Furchen überallhin zurücklaſſend. Keine Menſchenhand iſt im Stande, irgend einen Zug, ein Netz oder eine regelmäßige und ſchwierige Deviſe mit ſolch' ausgezeichneter Feinheit, Genauigkeit und mathematiſcher Präciſion zu graviren. Sie wird diegeo⸗ metriſche Drechſelſcheibe genannt und koſtet von dreitauſend bis achttauſend Dollars, was freilich manchem Fälſcher ein zu hoher Preis ſein dürfte. Früher wurden zu derartigen Zwecken Kupfer⸗ platten gebraucht, weil es leichter und billiger war, ſie zu graviren; von ihnen, konnten aber nur acht- bis zehntauſend Abzüge gemacht werden, während eine Stahlplatte deren dreißigtauſend liefert, ehe ſie abnutzte.

Nach einem neuen in dem Schatzamte adoptirten Verfahren iſt die Zahl der Abzüge endlos. Es wird nämlich die ſo ſorg⸗ fältig gravirte Stahlplatte nie gebraucht, um davon abzuziehen. Sie wird dieGrundlage genannt, und wenn der letzte Strich des Stichels an ihr geſchehen, fünf bis ſechs Stunden der ſtärkſten Hitze ausgeſetzt, bis ſie die Härte eines Diamants gewonnen hat, worauf ſie auf das Lager einer rieſigen Preſſe aufgelegt und einem

Südliche Hauptfagade des Schatzamtes in Waſhington.

Drucke von dreitauſend Pfund ausgeſetzt wird, während ein kleiner Cylinder von weichem Stahl auf ihr hin- und herrollt. Sobald dieſer die erſten ſchwachen Eindrücke zeigt, nimmt ein Arbeiter ihn heraus, um zu prüfen, wo ein ſchwächerer und wo ein ſtärkerer Druck erforderlich iſt, und danach den convergirenden Druck zu regulixen. Beim Zurückbringen des Cylinders würde die Abweichung um eines Haares Breite Stempel und Platte verwiſchen und verderben, aber die genau geſtellte Maſchine macht unter ſeinem geübten Auge keinen Fehler. In einer bis zwei Stunden prägt der Cylinder oder Stempel einen vollkommenen Abdruck der Note, in Relief, bis zur feinſten Linie und bis zum delicateſten Ton. Die urſprüngliche Platte(dieGrundlage) wird nun in einer eiſernen Kiſte verwahrt, bis ſie wieder nöthig iſt. Der Cylinder, im Feuer gehärtet, wird ein vollkommener Stempel, der ſo lange über eine große, glatte Platte von erweichtem Stahl gerollt wird, bis dieſelbe vier Abdrücke der Note erhalten hat. Dann wird auch der Cylinder für gleichen Gebrauch ſorgfältig eingeſchloſſen, während die neue Platte nun fertig iſt, um vier Noten zu gleicher Zeit abzudrucken. Platten für Papierſcheidemünze, Coupons und dergleichen ertragen von je zwölf bis zu vierzig Abdrücken. Dieſen ſinnreichen Uebertragungsproceß empfahl im Anfange dieſes Jahr⸗ hunderts in Amerika zuerſt ein anderer Yankee, Jakob Perkins aus Maſſachuſetts.

Verfügen wir uns nunmehr nach einem der Druckerräume. Beim Thüröffnen trifft unſer Ohr das Geklapper von vierund⸗ vierzig Preſſen, jede von drei Perſonen bedient, nämlich von einem Manne, der die glänzende, große Platte mit Schwärze beſtreicht

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Jahr, in Privatdienſten manchmal bis zu zehntauſend Dollars.

und, wenn die Zwiſchenräume angefüllt ſind, den übrigen Theil

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