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Neuland : Roman / von Iwan Turgéniew
Entstehung
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„Gieb mir Deine Hand Ich muß Dir danken für Deine Gaſtfreundſchaft.“

Sſolomin lächelte.

„Was füllt Dir doch ein!“ Er reichte ihm indeſſen die Hand.

MUnd, noch Eines,“ — fuhr Neſhdanow fort — „wenn mir Etwas zuſtößt kann ich darauf bauen, daß Du Mariannen nicht verlaſſen wirſt?“

„Deine ürfeiſe Frau?“

„Nun ja, — Mariannen?“

„Erſtens bin ich überzeugt, daß Dir gar Nichts zu⸗ ſtoßen wird; und zweitens kannſt Du ruhig ſein — Ma⸗ rianne iſt mir eben ſo theuer, wie Dir.“

„Oh! das weiß ich. weiß ich weiß ich! Nun, dann iſt es gut. Ich danke Dir. — Alſo in einer Stunde?“

„In einer Stunde.“

„Ich werde bereit ſein. Lebe wohl!“

Sſolomin ging hinaus und holte Marianne auf der Treppe ein. Er wollte ihr Etwas über Neſhdanow ſagen — aber er ſchwieg. Und Marianne verſtand ihrerſeits ſehr gut, daß Sſolomin ihr Etwas über Neſhdanow zu ſagen hatte — und ſchwieg. Sie that daſſelbe.

Ziebenunddreißigſtes Capitel.

Sobald Sſolomin das Zimmer verlaſſen hatte, ſprang Neſhdanow augenblicklich vom Sopha auf, ging ein paar⸗ mal aus einer Ecke des Zimmers in die andere, ſtand einige Augenblicke in Gedanken verloren, mitten im Zimmer ſtill; dann raffte er ſich gewaltſam auf, warf haſtig ſeinen „Maskeradenſtaat“ ab, ſtieß ihn mit dem Fuße in einen Winkel und zog ſeine früheren Kleider wieder an. Hier⸗ auf trat er an den dreibeinigen Tiſch, nahm aus der Schieblade deſſelben zwei verſiegelte Papiere und noch einen Gegenſtand heraus; dieſen ſteckte er in die Taſche; die Papiere aber ließ er auf dem Tiſche liegen.

Hierauf hockte er vor den Ofen nieder und öffnete die Thür deſſelben In dem Ofen lag ein Haufen Aſche. Das war Alles, was von Neſhdanow's Papieren und von ſeiuem Heftchen übrig geblieben war. Er hatte in der Nacht Alles verbrannt. Allein hier, an die Seiten⸗ wand gelehnt, befand ſich Mariannens Bild, das ihm