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Neuland : Roman / von Iwan Turgéniew
Entstehung
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halten, und dann zurück geſchickt worden. Er iſt dort geblieben. Man hat ihn wahrſcheinlich in die Stadt ge⸗ ſchickt. Er wird Euch natürlich nicht angeben, aber, Gott weiß! — am Ende ſchwatzt er doch. Euer Aufenthalt hier kann auch durch die Pferde herauskommen. — Mein Vetter iſt benachrichtigt. Paul wird Euch hinfahren. Er wird Euch als Zeuge dienen.“

„Und Sie und Du?“ — fragte Neſhdanow, — „wirſt Du denn nicht fahren? Ich ſehe Du biſt reiſe⸗ mäßig gekleidet“ — fügte er hinzu, indem er mit den Augen auf die großen Waſſerſtiefel wies, in denen Sſolo⸗ min gekommen war.

„Die habe ich — nur ſo . . angezogen. Auf dem Hofe iſt es ſchmutzig.“

„Du wirſt doch unſertwegen nicht zur Verantwortung gezogen werden?“

„Das glaube ich nicht. in jedem Falle — iſt das meine Sache. Alſo in einer Stunde. — Ma⸗ rianne, Tatjana möchte Sie ſprechen. Sie hat da Etwas vorbereitet.“

„Ach, ja! Ich wollte ſelbſt zu ihr gehen ..5

Marianne wandte ſich zur Thür ..

Neſhdanow's Geſicht verwandelte ſich ſeltſam; es drückte Etwas wie Schreck und Schmerz aus .. „Marianne, gehſt Du?“ — ſprach er mit ſchwacher Stimme.

Sie blieb ſtehen.

„Ich komme in einer halben Stunde zurück. Ich muß meine Sachen packen.“

„Ja; aber, komme her zu mir „

„Recht gern; warum?“

„Ich will Dich noch einmal anſehen.“ — Er heftete einen langen, langen Blick auf ſie. — „Lebe wohl, Ma⸗ rianne!“ — Sie war betroffen. — „Was was rede ich? Das habe ich nur ſo. geſchwatzt. — Du kommſt ja in einer halben Stunde zurück? „Ja?“

„Freilich.“

„Nun ja, ja.. Verzeih' mir. Mein Kopf iſt mir ganz wirre von der ſchlafloſen Nacht. Ich werde mich auch gleich bereit machen.“

Marianne verließ das Zimmer. Sſolomin wollte ihr folgen.

6 Neſhdanow hielt ihn an.

„Sſolomin!“

„Was willſt Du?“