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wurde. Er ſchalt ſich ſelbſt für ſeine „geniale Idee“ — und ſchlief ſehr ſchlecht.
Am andern Morgen früh, um halb ſechs, wurde er geweckt. Man brachte ihm den Kaffee. Während er trank ſtand der Diener mit den bunten Achſelbändern, das Thee⸗ brett in der Hand dabei, und ſchien ſagen zu wollen: „Be⸗ eile Dich — die Herrſchaft wartet!“ Hierauf wurde er hinuntergeführt. Der Wagen ſtand bereit, und auch Kallomeyzew's Wagen war vorgefahren. Sipjägin erſchien auf der Treppe in einem kamelottenen Mantel mit einem runden Kragen. Solche Mäntel trug längſt ſchon Niemand mehr, mit Ausnahme einer ſehr hochgeſtellten Perſönlich⸗ keit, die Sipjägin nachzuahmen, und der er ſich angenehm zu machen bemühte. Bei wichtigen, officiellen Gelegenheiten legte er deshalb dieſen Mantel um.
Sipjägin begrüßte Paklin ziemlich freundlich, — wies mit einer energiſchen Handbewegung nach dem Wagen hin und forderte ihn auf ſich Sete „Herr Paklin, Sie fahren mit mir, Herr Paklin. Thue den Reiſeſack des Herrn Paklin zu dem Kutſcher hin. Ich fahre Herrn Paklin — ſagte er, das „A“ beſonders betonend! — Du haſt ſolch einen Namen . und fühlſt Dich noch beleidigt, wenn man ihn verändert? — Da haſt Du ihn denn jetzt! ſchmecke ihn! erſticke daran!“ Herr Paklin! Herr Paklin! tönte der unglückliche Name durch die friſche Morgenluft. Sie war ſo friſch, daß Kallomeyzew, beim Heraustreten mehrere Mal auf Franzöſiſch: Brrl brrl brrl machte und ſich beim Einſteigen in ſeine elegante, zurückgeſchlagene Kaleſche feſter in ſeinen Mantel hüllte. — (Sein armer Freund, der Fürſt Michael von Serbien hatte ſich, als er dieſe Kaleſche ſah, eine ganz eben ſolche bei Binder gekauft. „Vous savez Binder, le grand carossier des Champs Plysees 2*) Hinter den halbgeöffneten Fenſterläden des Schlafzimmers blickte Valentine Michailowna in Tuch und Nachthäubchen hervor.
Sipjägin ſetzte ſich ein und winkte ihr mit der Hand einen Gruß zu.
„Sitzen Sie gut, Herr Paklin? — Vorwärts!“
„Je vous recommande mon fröre! Epargnez le! — hörte man die Stimme Valentine Michailowna's.
Soyer tranquille!“ — rief Kallomeyzew, unter dem Schirme, ſeiner von ihm ſelbſt erfundenen Reiſemütze mit einer Cocarde kühn zu ihr blickend . . „C'est surtout
Tautre qu'il faut pincer!“ —


