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ſam unterdrückend: „ich fürchte mich weder für Dich, noch für mich . aber leid iſt es mir in der That ..
„Um wen?“
„Um Dich, Marianne! Es iſt mir leid, daß Du Dein Schickſal mit dem Schickſale eines Menſchen vereinigt haſt, der Deiner nicht werth iſt!“
„Warum denn nicht werth?“
„Und ſei es deshalb, weil dieſer Menſch im Stande iſt in einem ſolchen Augenblicke zu weinen!“
„Das biſt Du nicht. . es ſind ja nur Deine Nerven, die da weinen.“
„Meine Nerven und ich — das iſt Alles eins! Nun höre, Marianne, ſieh' mir in's Auge: Du kannſt mir jetzt doch unmöglich ſagen, daß Du nicht bedauerſt . . . „Was denn?“
„Daß Du mit mir geflohen biſt?“
„Nein!“
pi Du willſt mir auch weiter folgen? Ueberall in
„Ja, Marianne, ja?“
„Ja. Ich habe Dir meine Hand gereicht, und ſo lange Du Se biſt, den ich liebgewann, ziehe ich ſie nicht zurück.“
Neſhdanow ſaß immer noch auf dem Stuhle und Marianne ſtand vor ihm. Er hatte ſeine Arme um ihre Taille geſchlungen; ihre Hände ruhten auf ſeinen Schul⸗ tern. — „Ja; nein,“ dachte Neſhdanow. „früher, wenn ich ſie ſo in meinen Armen hielt, — ſo blieb ſie wenig⸗ ſtens unbeweglich; jetzt aber, ich fühle es — weicht ſie ganz leiſe, vielleicht gegen ihren Willen zurück!“
Er ließ ſeine Arme langſam ſinken — und, in der That, — Marianne wich kaum merkbar zurück.
„Weißt Du“, ſagte er laut, „Wenn wir denn fliehen müſſen, ehe die Polizei uns hier entdeckt, ſo wäre es, glaube ich beſſer, uns früher trauen zu laſſen. An einem anderen Orte findet ſich vielleicht nicht ein ſo gefälliger Prieſten Soſſim!“
„Ich bin bereit!“ entgegnete Marianne.
Neſhdanow betrachtete ſie aufmerkſam.
„Römerin! ſagte er mit einem häßlichen Verſuche zu lächeln — „Das Gefühl der Pflicht!“
Marianne zuckte die Achſeln.
„Wir müſſen es mit Sſolomin beſprechen.
„Ja, Sſolomin . . .“ ſprach Neſhdanow gedehnt. —


