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Neuland : Roman / von Iwan Turgéniew
Entstehung
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geben Sie mir Ihre Hand, zürnen Sie mir nicht — ich

ſie Sie ſind ſeelengut und ich bin auch gut Nun?“

Paklin ſtreckte ſeine Hand aus. Die Maſchurin ſah ihn finſter an — reichte ihm jedoch ihre Hand.

„Wenn Sie denn meinen Namen durchaus wiſſen wollen“ — ſagte ſie immer mit derſelben finſteren Miene — ſo ſei es denn: Ich heiße Thekla.“

„Und ich Pimen“ — fügte Oſtrodumow mit ſeiner Baßſtimme hinzu.

„Ach, das iſt gewiß ſehr, ſehr lehrreich! Dann ſagen Sie mir aber, oh Thekla! und Sie, oh Pimen! warum Sie Beide ſo wenig freundſchaftlich, immer ſo wenig freundſchaftlich gegen mich ſind, während ich dbich

„Die Maſchurin findet,“ — unterbrach ihn Oſtrodumow — „und ſie findet es nicht allein, — daß man ſich auf Sie nicht verlaſſen kann, da Sie alle Dinge nur von ihrer lächerlichen Seite auffaſſen.“

Paklin drehte ſich ſcharf auf dem Abſatze um.

„Da liegt es, da liegt eben der beſtändige Fehler der Leute, die über mich urtheilen, verehrteſter Pimen! Erſtens: lache ich gar nicht immer, und zweitens: — hindert das ja gar nicht, und verlaſſen kann man ſich ſehr gut auf mich, was auch durch das ſchmeichelhafte Vertrauen be⸗ wieſen wird, das mir in Ihren eigenen Kreiſen oft zu Theil geworden iſt! Ich bin ein ehrenhafter Mann, ver⸗ ehrteſter Pimen!“

Oſtrodumow brummte etwas zwiſchen den Zähnen; rin ſchüttelte den Kopf und wiederholte jetzt ohne zu lächeln:

„Nein, ich lache nicht immer! Ich bin durchaus kein heiterer Menſch! Sehen Sie mich einmal an!“

Oſtrodumow erhob die Augen zu ihm. — Und in der That, wenn Paklin nicht lachte, wenn er ſchwieg, nahm ſein Geſicht einen faſt wehmüthigen, verſchüchterten Aus⸗ druck an. Es wurde aber komiſch, ja, beinahe boshaft, ſobald er nur den Mund öffnete. Oſtrodumow ſagte je⸗ doch Nichts.

Paklin wandte ſich wieder zur Maſchurin.

„Nun? Und wie geht es mit — Ihrem Studium? Machen Sie Fortſchritte in Ihrer wahrhaft menſchenfreund⸗ lichen Kunſt? Es mag kein leichtes Ding ſein, dem uner⸗ fahrenen Bürger bei ſeinem erſten Eintritt in Gottes Welt behülflich zu ſein?“

„Nein, es iſt keine ſchwere Arbeit, wenn er nicht viel