Teil eines Werkes 
2. Theil (1839)
Entstehung
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Nach dem Verlierer kommt der Finder. Dießmal jedoch war es eine Finderin, und zwar eine recht hübſche, aber auch eine recht betrübte. Sonſt hatte das liebe Mädchen, mit ſeinen großen blauen Augen immer ſo froh in Gottes freie Natur hinausgeſchaut, wie das Vögelein auf ſchwebendem Zweige; ſeit einiger Zeit aber blieb der Blick meiſt auf den Boden geſenkt. Da war es denn freilich kein Wunder, daß er auf das fiel, was vor dem niedlichen Füßchen im Graſe glänzte. Aber ach! wer es wußte, wie das hübſche Kind mit den erdwärts gekehrten Herzens ſpiegeln ihr Brod mit der Sticknadel verdienen mußte, wer dann gar noch eine gewiſſe Herzensnoth gekannt hätte, der mochte leicht be⸗ greifen, daß ihr vieles andere weit nöthiger geweſen wäre, als ein langes Meſſer in einer rothen Scheide!

Die Blauaugige trug aber ohne Zweifel das Organ der Haushaftigkeit lang und breit an ihrem anmuthig garnirten Schädelchen; denn ſie pflegte keine Stecknadel unbeachtet liegen zu laſſen; und damit mochte ſie ihren Beruf zur künftigen Hausfrau leicht beſſer beurkunden, als manche ihrer Mitſchweſtern durch ein ganzes Moſaik