Teil eines Werkes 
2. Theil (1839)
Entstehung
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fondern feſt, wie ein Dolch, mit einer Scheide und zu ſeiner Beſtimmung ganz vortrefflich geeignet.

Der ſo unerwartet Beſchenkte konnte ſich gar nicht ſatt ſehen an der blanken Klinge, dem ſchönen Heft von Ebenholz mit Silber beſchlagen und dem Futteral von rothem Saffian mit goldener Verzierung. Kein Ehren⸗ degen von fürſtlicher Hand kann je mehr Freude gemacht haben; aber auch keine Dankſagung ging je aufrichtiger und wärmer von Herzen, als die der guten Seele. Die ſentimentale Frau Gewürzkrämerin war ganz gerührt, ihr häringtrockener Gemal aber konnte ſich eines mitlei⸗

digen Lächelns nicht enthalten, als das gute Schaf —

ſo nannte bei guter Laune er den Sackträger — ganz ernſthaft die Uberzeugung ausſprach, es werde ſolche Gutthat ganz unfehlbar der ganzen Familie mit reich⸗ lichem Segen vergolten werdeu. Aber ach, auch dieſe Erdenfreude ſollte nicht lange dauern! Geſtern hatte die gute Seele das Geſchenk empfangen, und ſchon heute — ohne Zweifel bei der Rückkehr durch den Lindenweg — es wieder verloren. Da mußte auch dieſes Menſchen⸗ kind es einmal empfinden, was früher es nie geahnt hatte, daß ſelbſt mit vollem Bauch der Menſch recht unglücklich ſein könne!