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Die ſchwierigſte Aufgabe im ganzen Geſchäftskreis dieſes willigen Knechtes hatte immer darin beſtanden, die wohl verbundenen und vernähten Ballen recht ſchnell aufzuſchneiden; denn ſein Prinzipal, der rothnaſige Ge⸗
würzkrämer im gelben Eckhauſe, war etwas ungeduldiger Natur, und konnte immer den Augenblick kaum erwarten, um ſich mit eigenen Sinnen zu überzeugen, ob er von ſeinen Lieferanten auch recht muſtergemäß bedient worden ſei. Da war dann das alte Taſchenmeſſer mit der ſtarken Schlagfeder eben nie ſo flink aufgemacht, wie die Kinn⸗ lade des Eigenthümers bei der Schüſſel, und die ſtumpfe Klinge wollte oft mit dem dünnſten Seil nicht ſo bald fertig werden, als ſeine Schneidezähne mit der dickſten Wurſt. In ſolcher Klemme ward der arme Junge dann ganz verdrießlich und meinte oft, er wollte ſich's gerne am eigenen Maul abſparen, um einmal zu einem rechten Meſſer zu kommen.
Durch ſolche Noth der guten Seele ward ſelbſt das wohlverpichte Krämerherz des Mannes im gelben Eck⸗ hauſe dermaßen gerührt, daß in einer guten Laune über eine gelungene Spekulation er eine beſondere Anſtren⸗ gung machte und ſeinem Knecht ein nagelneues Meſſer kaufte. Es war dasſelbe nicht zum Zuſammenlegen,


