Teil eines Werkes 
2. Theil (1839)
Entstehung
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warum kann ſelbſt ein König dich ſeinen Erben nicht zurücklaſſen! Und wahrlich — wem könnte es mehr Noth thun, dieſen Schatz ſchon bereit zu finden, als eben dem Herrſcher? — Denn er ſelbſt wird ihn nie anders erwerben, als mit ſchweren Opfern für ſeine Unterthanen!“

So ſeufzte der fürſtliche Greis, und verſank in tiefes Sinnen. Da nahte ſich ihm ſein früherer Leh⸗ rer, der hundertjährige Abradahu. Du wünſcheſt — ſprach der Weiſe — deinem Sohne Erfahrung als Regent, noch ehe er den Thron beſtiegen und den Scepter er⸗ griffen? — Wayrlich, keine menſchliche Weis heit ver⸗ möchte ſolche Aufgabe zu löſen. Wiſſe aber, mein König, daß längſt ſchon mir nach Erfüllung des hun⸗ dertſten Altersjahrs der Eintritt in den Vorhof höhern Wiſſens verſprochen war. Seit geſtern iſt die Bedin⸗ gung erfüllt, und fortan iſt vieles mir möglich, was der Menſch ſonſt für unmöglich hält. So vermag ich 5 denn auch deinen Wunſch zu erfüllen. Bereite dich alſo, deinen Sohn zwölf Monate lang nicht zu ſe⸗

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hen; dann wird er mit einem reichen Schatz von Er⸗ fahrung in deine Arme zurückkehren; denn er ſoll in einen Kreis geführt werden, in welchem das Wirken