6
—
des Herrſchers ſeiner wartet. Auch ſeinen Thron werden mannigfache Fallſtricke umgeben; auch er wird in ju⸗ gendlicher Unerfahrenheit ihnen nicht entgehen, wird ſich darum manche bittere Lehre holen; doch ſoll er ſie mit keiner Thräne übel regierter Unterthanen, mit kei⸗ nem Seufzer der Reue aus der eigenen Bruſt erkaufen müſſen. So ſprach der weiſe Abradahu, und gerne willigte der fürſtliche Zögling in die Trennung vom geliebten Sohne.
Z.
In herrlicher Klarheit entſtieg die Sonne dem öſt⸗ lichen Horizont. Laue Lüfte trugen den Blüthenduft der üppigſten Pflanzenwelt über das Gefilde, und aus den Wipfeln der Palmen erſcholl froher Geſang der befiederten Bewohner der Lüfte.
Prinz Elmehid erwachte; aber ſtatt des ſeidenen Baldachins wölbte die Decke einer Felſengrotte ſich über ſeinem Haupte. Doch das war nur die geringſte Ver⸗ änderung, die mit ihm vorgegangen war. Er ſelbſt fand ſich ganz umgeſtaltet. Es war nicht mehr die herrliche Jünglingsgeſtalt, die ſeiner Seele zur Hülle


