Es war Elmehid, der Prinz. Mit ſtolzer Zufrie⸗ denheit blickte der Fürſt auf den herrlichen Sohn. Der hatte inzwiſchen die Hengſte an die herbeigeeilten Diener übergeben, und führte nun mit freundlichen Worten die erſchrockenen Kleinen wieder zurück zu ih⸗ ren Spielen. Da glänzte freudige Rührung in den Augen des Greiſes. Aber bald war das frohe Gefühl wieder aus ſeiner Seele gewichen; ein unwillkührlicher Blick in die Zukunft hatte es verdrängt, und das Auge auf's neue umdüſtert. „Auch ich — ſo ſeufzte er — auch ich war einſt ſo kräſtig, wie du, auch mein Herz ſtand immer jedem edeln Gefühle offen. Aber mit aller meiner Kraft bin ich oft zum willen⸗ loſen Werkzeug in der Hand des Schwachen geworden; mit aller meiner Herzensgüte habe ich manch' ſchweres Unrecht zu verantworten! — Nicht beſſer wird es dir ergehen, guter Elmehid! Schmeichler werden dich täu⸗ ſchen; Eigenſüchtige dein Vertrauen mißbrauchen; Bö⸗ ſewichte auf deinen Namen hin Unthaten verüben. Dann wird dein Volk dich verkennen, und oft wird es dir fluchen, während du wähnſt, nur Segnungen verdient zu haben!“
„Erfahrung, — du größter aller Erdenſchätze,


