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Hatte ſie eine Erinnerung an den im Irrſinn began⸗ genen Mord zurückbehalten? Wir glauben es nicht. Kein Zeuge hatte der blutigen Kataſtrophe beigewohnt, welche ein „ Geheimniß zwiſchen der Nacht und Gott war. — Aber ſie erinnerte ſich des lebenden Edward.
Die Gräfin von White⸗Manor genoß mit Wonne die Gegenwart ihrer Tochter, welche ſie ſo lange beweint hatte. Sie wollte ſie nicht verlaſſen und wenn eine verſchwiegene Thräne den ſchönen Augen Suſanna's bei dem Gedanken an Brian ſich entſtahl, ſo wurde ſie bald durch die leidenſchaft⸗ lichen Küſſe ihrer Mutter getrocknet. Das ſchöne Mädchen war dankbar und von dieſer bisher nicht gekannten Zärtlich⸗ keit entzückt, vergaß dabei zwar nicht ihr zertretenes Glück; aber ſie ergab ſich darein, weil ſie ſtark war und dankte der Gnade des Himmels, welche in das Dunkel ihres Leidens das ſanfte Lächeln einer Mutter ſtrahlen ließ.
Bei ihrer Mutter lernte ſie das Leben, irdiſche und göttliche Dinge kennen. Ihr edles und großes Herz wurde ihr weit bei den Lehren der göttlichen Moral. — Nach und nach trockneten ihre Thränen, weil ſie ihre Hoffnung jetzt jenſeits des engen, beſchränkten Pfades ſetzte, den wir hier unten gehen.
Im Ganzen war in der Familie Maec⸗Farlane, die aus der Gräfin, Suſanna, den beiden Töchtern des Laird und Stephen beſtand, eine heitere, ſtille Ruhe, hinter welcher die Reſignation dem Glücke glich. Blos Anna, die munterſte früher, hatte Stunden ſchmerz⸗
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