Teil eines Werkes 
4. Theil (1844) Der Marquis von Rio Santo / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Sie warf ſich plötzlich hintenüber und ihre Hand berührte zufällig den kalten Lauf des Piſtols ..

Ihre Bewegung war ſchnell wie ein Gedanke.

Ein Knall ließ ſich im Schweigen der einſamen Gegend hören, der Marquis von Rio Santo ſank von der Kugel gerade in die Bruſt getroffen zur Erde nieder.

Clary, die arme Wahnſinnige ſtieß einen Schrei des Entſetzens aus und floh.

Die Prophezeihung des Laird war erfüllt; die Stimme der Träume hatte wahr geſagt: es war nach der pathetiſchen, in Schottland ſehr gebräuchlichen Bibelſprache das Blut

ſeiner Adern, das Fleiſch ſeines Fleiſches, das

ſeinem Bruder Fergus den Tod gab.

Die Dämmerung war noch nicht ganz dem Dunkel ge⸗ wichen. — Der Marquis von Rio Santo lag unbeweglich, das Geſicht nach dem Himmel gewandt, er ſtieß keinen Klagelaut aus. Aber in dem letzten Schimmer vom Hori⸗ zonte her, konnte man auf ſeinen edlen Zügen den Ausdruck eines bitteren, unermeßlichen Schmerzes leſen.

Er fühlte ſeinen Tod im Anzuge, — und er ſtarb als Beſiegter.

Der einzige Mann, den er geliebt, hatte ihn verrathen. Er ſünk von der Hand des einzigen Weibes, deren Tugend er geſchont.

Iſt es nicht eine unnnue Qual, nicht durch ſeine Vergehen beſtraft zu werden, ſondern durch das Gute, das man gethan? ..

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