Teil eines Werkes 
4. Theil (1844) Der Marquis von Rio Santo / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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ſchmerzlichen Traum, in dem ſie Edward zwiſchen ſich und ihrer Schweſter Anna hatte ſitzen ſehen!

— Sie iſt heute nicht da! flüſterte ſie mit unruhiger Freude; — ſagen Sie mir, Edward ... ſie wird nicht kom⸗ men, nicht wahr?

Rio Santo begriff, daß das arme Mädchen dem erſten Anfalle einer Fieberphantaſte ausgeſetzt ſei, aber er wußte nicht, was ſie meinte.

— Wir find allein, antwortete er, — ganz nahe bei dem Hauſe Ihres Vaters, Clary!

— Meines Vaters! ... — Ja, ja, Edward .. Die Meierei von Leed iſt jenſeits des Verges .. Dort werden wir ſehr glücklich ſein! ..

Sie hielt inne und fuhr den Kopf ſenkend fort:

— Wenn meine Schweſter nicht kommt, wie damals!

Einige Sekunden ſchwieg ſie und ſtützte ihre brennende Stirn auf die Hand, welche der Marquis ihr reichte.

— Damals! fuhr ſie fort; — o, wenn Sie wüßten, wie ſehr ich gelitten habe, Edward! .. Ich war den ganzen Tag glücklich geweſen, wie heute, glücklich, Sie zu ſehen, Ihre Stimme zu hören, glücklich, mich an Sie zu lehnen . Was weiß ich? ... Die Angſt kam, wie jetzt . . ja, gerade

wie jetzt .. . Wir waren hier, meine ich .. . ſie an der Stelle, wo Sie ſind ich, wo ich bin . Mein Gott,

mein Gott, wird ſie wieder kommen? — Nein, theures Kind, antwortete Rio Santo auf