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wind vorher, der am Himmel die ſtürmiſchen Wellen großer grauer Wolken hinjagte. — Clary, deren Nervenſyſtem noch nicht wieder die gehörige Feſtigkeit gewonnen hatte, empfand den Einfluß der ſtark mit Elektrizität geſchwängerten Atmo⸗ ſphäre dieſer anomalen Temperatur. Sie hatte erſt eine allgemeine Aufregung empfunden, ein Strom von Leben und Wohlbehagen floß ihr durch die Adern, darauf war die Re⸗ action gekommen; ihre ſchwache Geſtalt ermattete unter dem Gewichte eines unbeſiegbaren Unwohlſeins.
Mit einem Male fühlte Rio Santo, daß ihre Arme, die ihn umſchlangen, ſchwach wurden und losließen. Er wandte ſich auf dem Sitze um. Clary war bleich, wie eine Marmorſtatue und hielt die Augen geſchloſſen.
Es war kaum noch eine halbe Meile bis zum Schloſſe Crewe. Nichtsdeſtoweniger glaubte der Marquis von Rio Santo anhalten zu müſſen und legte Clary am Rande des Weges nieder. — Der Boden war ſehr kalt, Rio Santo breitete ſeinen Mantel auf der Erde aus, ſchnallte den Sattel ſeines Pferdes los und machte für Clary ein Kiſſen daraus, nachdem er die Vorſicht gebraucht hattte, ſeine Piſtolen aus den Haltern zu nehmen und ſie auf den Raſen zu werfen.
Clary blieb anfangs unbeweglich.
Darauf öffnete ſie die Augen und warf entzückte Blicke um ſich.
Sie erkannte Schottland und dieſe häufig beſuchten Orte erinnerten ſie an ihre Kindheit; — aber ſie riefen auch eine andere Erinnerung in ihr wach .. Den Traum, den


