Teil eines Werkes 
4. Theil (1844) Der Marquis von Rio Santo / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Augenblick geargwöhnt habe .. Haben Sie ein Bildniß der Gräfin White⸗Manyr hier, Godfroy?

— Warum dieſe Frage?

— Es iſt eine thörichte Frage, Mylord, antwortete Lan⸗ ceſter lächelnd; — ſeit acht Tagen, ſehen Sie, glaube ich, daß ich wieder Kind werde. Ich habe wenigſtens fünfzehn Jahre; meine Ideen gruppiren ſich ſo ſeltſam, daß ſie un⸗ wahrſcheinliche Träume bilden; in meinem Gehirne ſpukt ein Roman und meine Hoffnungen nähern ſich dem Feen⸗ glauben . weil dieſes junge Mädchen den Händen eines Elenden anvertraut wurde ..

— Welches junge Mädchen? ſagte White⸗Manor un⸗ willkürlich.

Brian ſah ſeinem Bruder in's Geſicht und rurzelte zornig die Stirn.

— Wenn ich es glaubte hob er ingrimmig an.

Aber er ſprach nicht aus und verſetzte mit kaltem Tone:

— Ein junges Mädchen, das ich ſuche, Mylord, ein junges Mädchen, das ich liebe, das man mir entführt hat, ein junges Mädchen, das Ew. Herrlichkeit mir helfen ſoll, wieder zu finden.

— Würden Sie nicht, Sir, ſagte der Graf in übler Laune, — für geeigneter halten, anders mit mir zu ſprechen als in Parabeln? Ich bin zu leidend, als daß ich lange an

Ihren Räthſeln herum rathen könnte. — Ich bitte Sie, mich entſchuldigen zu wollen, Mylord, entgegnete Lanceſter ſich verneigend. — Kommen wir zur