Teil eines Werkes 
4. Theil (1844) Der Marquis von Rio Santo / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Gehirn zu einem thieriſchen Zuſtande, der halb den Charak⸗ ter von Dummheit, halb den des Wahnfinns trug.

Seine Zukunft, und das wußte er wohl, war zwiſchen dem drohenden Dilemma der Apoplexie oder der Narrheit feſtgeſtellt.

Als der Graf, ſein Bruder, ſich immer auf den Arm Gilbert Paterſon's ſtützend, langſam hereinkam, ſtand Brian auf und verneigte ſich ceremoniell. Der Graf erwiederte den Gruß, indem er ſeinerſeits verſuchte, ſeinem Geſichte den Ausdruck herzlicher Gutmüthigkeit zu geben.

Wie geſagt, die Rollen waren zwiſchen dieſen beiden Menſchen umgekehrt, die Furcht war der Theil des Mäch⸗ tigen, die Sicherheit der des Schwachen. Der Aeltere, das Haupt des Hauſes, der Beſitzer eines ungeheuren Vermögens hatte Furcht vor dem Jüngern, der nichts auf der Welt ſein nannte. Und noch dazu war das in England, wo die Hierarchie der Familie eine Wahrheit und Reichthum Thron, Scepter und Krone iſt.

Einen Augenblick lang blieben die beiden Brüder un⸗ beweglich und betrachteten ſich ſchweigend.

Lanceſter's Geſicht blieb kalt und ſtolz und das des Gra⸗ fen nahm eine immer unterwürfigere wohlwollendere Maske an, — aber man würde ſich ſehr ſtark geirrt haben, hätte man ihre gegenſeitigen Gedanken nach dieſen äußeren Shm⸗ ptomen beurtheilen wollien.

In Lanceſters Herzen regte ſich Mitleid, ein und immer ſteigendes Mitleid. Der Graf von W 2

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