Teil eines Werkes 
4. Theil (1844) Der Marquis von Rio Santo / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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elend, ſchlotternd, ſchwächlich, gebückt einherſchleichen und mit ihren ſchwankenden Schritten den Vorübergehenden um Ausweichen zu bitten ſcheinen: Lord White⸗Manor hatte die Gradheit ſeines kräftigen Wuchſes bewahrt, er hielt ſich ſtraff auf ſeinen ſchweren Füßen, und ſein geſchwächter Ober⸗ leib verbarg ſeine Kraftloſigkeit unter den geſchickten Lügen eines faſhionabeln Coſtums; aber bei jedem Schritte, den er that, bewegte ein ſchmerzhaftes Zucken ſein Geſicht, ſein Athem war kurz und keuchend, unter dem Meiſterwerk ſeiner falſchen Haartour bemerkte man hier und da einige weiße Haare, welche an den kahlen, gefurchten, bleifarben ſchim⸗ mernden Schädel hinliefen; ſeine Augen lagen matt unter den gerötheten Augenlidern.

Man konnte ihn in gewiſſer Bezichung die Ruine einer kräftigen Organiſation nennen.

Bisweilen, wenn der Zorn ſein Blut erwärmte und

flüſſig machte, das verdickt in ſeinen Adern floß, fand er auf einen Augenblick ſeine ehemalige Kraft wieder, in der wilden Wuth ſeines Jähzorns konnte er noch etwas zer⸗

chmettern, ſei es nun ein Menſch oder ein Meubel.

Aber dieſe unſinnigen Ausbrüche der Leidenſchaft mußte er bald und theuer bezahlen. Der Andrang des plötzlich mit Heftigkeit in dieſem verbrauchten, erſtarrten Körper zurück⸗ kehrenden Lebens warf ihn mit furchtbarer Gewalt darnieder. White- Manor ſank dann wie eine lebloſe Maſſe um, oder wenn der Anfall nicht ſo heftig war, verſtumpfte ſich ſein

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