Teil eines Werkes 
4. Theil (1844) Der Marquis von Rio Santo / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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nor war noch leidender als gewöhnlich, er trug auf ſeinem Antlitz die traurigen Spuren des letzten Anfalls, der ihn vorgeſtern Nachts in dem Zimmer Anna Mac⸗Farlane's im Lordscorner zu Boden geworfen hatte. Seine Augen, welche ſich bemühten, freundlich zu ſcheinen, behielten dennoch einen ſtarren und ſtumpfſinnigen Blick. Die ganze eine Hälfte ſeines Körpers ſchleppte ſich der Bewegung der Muskeln nicht gehorchend kraftlos nach, als ob ſie ſchon von einem Beginn der Paralyſie getroffen ſei. Brian konnte nicht ohne Schmerz die traurige Verän⸗ derung betrachten, welche mit ſeinem Bruder vorgegangen war, ſeit er ihn das letzte Mal nahe bei geſehen hatte, — und das war ſchon lange her. Die Zerſtörungen waren ſo offenbar, das Hinſchwinden zeigte ſich ſchon ſo deutlich, daß Brian eine Geberde des Mitgefühls nicht zurückhalten konnte. Die Stimme des Blutes, welche, während er vorhin allein die Ankunft des Lords erwartete, ſich ſchon in ſeinem Herzen geltend gemacht hatte, ſprach aufs Neue und noch kräftiger zu ihm. Einen Augenblick war er im Begriff, ſeinem Bru⸗ der die Arme entgegen zu breiten. Aber ein Blitz des Haſſes, welcher heimlich idie gut⸗ müthige Maske, die White⸗Manor über ſein Geſicht gelegt hatte, durchglitt, genügte, Lanceſter davon abzuhalten; er nahm ſeine Kälte wieder an und wartete. In der Seele des Grafen hätte man nichts finden können als tiefe Abneigung, den Wunſch nach Rache und unverſöhnlichen, unbegrenzten Haß. Auch er wurde peinlich

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