Teil eines Werkes 
3. Theil (1844) Die große Familie / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Wohnung, ging hinaus und kam bald mit einem Bedienten, der einen Präſentirteller trug. Auf dieſem befand ſich eine vollſtändige Mahlzeit. Er ſetzte ihn auf den Tiſch und dar⸗ auf ging die kleine Frau wirklich und ſagte noch:

— Guten Appetit, mein Herz!

Sie ſchloß von draußen zwei Mal herum zu.

Suſanna war allein.

Es war kaum eine halbe Stunde verfloſſen, ſeit Lan⸗ eeſter ſie verlaſſen hatte, ſo ſchnell war das Alles auf einander gefolgt, und ſo kam Suſanna gar nicht zur Beſinnung. Die plötzliche Erſcheinung des Blinden Tyrrel in dem Augen⸗ blicke, wo ſie glücklich und frei zu werden hoffte, hatte ſie wie verſteinert. Sie war ſogar noch nicht dahingekommen, ſich zu fragen, was nun geſchehen werde, was Laneeſter thun, was ſie fürchten oder hoffen müſſe?

Sie hatte den Kopf in die Hände geſtützt und verſuchte das Chaos von Gedanken zu entwirren, die ſich in ihrem Hirne kreuzten. — Zuerſt erinnerte ſie ſich der Drohungen, welche Tyrrel ausgeſtoßen und die ſtets Brian zum Gegen⸗ ſtande gehabt. Wie unvorſichtig und ſchuldvoll kam ſie ſich vor! Wie bereute ſie das Geſtändniß, welches ſie Brian abgelegt, und das dieſem nun unſichtbare, mächtige, unver⸗ ſöhnliche Feinde geſchaffen! Dieſe unbekannten Gefahren, welche ſie über Lanceſter's Haupte zuſammengezogen, ſchienen ihr um ſo furchtbarer, als ſie dieſelben nicht mit ihm theilen konnte. Während man ihm nachſtellte, ſollte ſie geſchützt und ſicher ſein ..