Teil eines Werkes 
3. Theil (1844) Die große Familie / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Das war keine Antwort. Anna faltete ihre feinen Hände verzweiflungsvoll und drohte umzufinken.

Bembo eilte auf ſie zu.

— Fürchten Sie nichts, begann er ſo ſanft, daß Anna ſich wieder ermuthigte; — fürchten Sie nichts von mir, meine Gegenwart darf Ihnen keinen Schrecken erregen.

Er ergriff ſie bei der Hand und hob ſie auf, indem er traurig hinzufügte:

— Nicht Sie ſind es, wer von uns Beiden zu fürchten und zu bitten hat.

Anna verſtand ihn nicht, aber beruhigte ſich nach und nach bei dem Anblick dieſer edlen und offenen Züge, welche ſie bisher blos von ihrem eigenen Erſchrecken verſchleiert geſehen.

— Wie kommen Sie hierher, mein Herr? fragte ſie mit einem letzten Anflug von Mißtrauen.

Bembo hatte faſt vergeſſen, wo er war. Dieſe Frage entrückte ihn dem Gebiete ſeiner Träume, er erinnerte ſich, wo er war, ermaß die Gefahren, welche noch zu beſiegen ſeien. Die Vedienten des Lords konnten, wenn ſie zufällig wach geworden waren, ihn ohne Mühe verhindern, hinaus⸗ zukommen, der geringſte Widerſtand der Gefangenen konnte die Thüren des Lordscorners für immer wieder hinter ihr verſchließen.

Es mußte daher gehandelt werden.

Anna's Stirn umwölkte ſich bei ſeinem Schweigen zu⸗ ſehends wieder, und ihr Blick ſprach beredt die Rückkehr ihrer Befürchtungen aus.