Teil eines Werkes 
3. Theil (1844) Die große Familie / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Fauſt die Fenſterſcheibe zerbrochen, den Riegel aufgedreht und war ins Zimmer geſprungen.

Die ins Zimmer dringende friſche Luft verurſachte Zug und zugleich mit Bembo's Eintritt wehte die Kerze ungewiß und erhellte nur undeutlich die Gegenſtände. Anna, welche erſt eine Bewegung wie zur Flucht gemacht, ſprang plötzlich auf und ſtürzte mit einem Freudenſchrei dem erſtaunten Bembo in die Arme.

— O Stephen, mein theurer Stephen! rief ſie aus; — endlich ſendet Gott Dich mir zur Hülfe.

Ein ſchmerzlicher Schauer überlief Bembo's Glieder. Bei dieſem Worte, das mit Einem Schlage ſeine liebſten Hoffnungen zerſtörte, war er nahe daran, in Ohnmacht zu fallen.

— Ich habe ſo viel gebetet! fuhr Anna mit einem Tone fort, der Angelo bis ins tiefſte Herz drang; ſo lange habe ich gebetet, Stephen! .. Gott hat mich erhört .. Ich wußte es ja wohl, daß mir Rettung von Dir kommen würde.

In einem Augenblicke der Ruhe erholte ſich das Licht der Kerze wieder. Anna erkannte ihren Irrthum, in den ſie nicht ſo wohl die Aehnlichkeit der beiden jungen Leute als ihr fortwährender Gedanke an Stephen hatte gerathen laſſen. Sie machte ſich erſchreckt los und flüchtete ſich in die andere Ecke des Zimmers, dort drängte ſie ſich furchtſam an die Wand.

Bembo ging ihr nicht nach. Je ſchöner und jungfräu⸗