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Anſtatt auf ſein Zimmer zu gehen, ſchlich er leiſe in den Corridor, nach dem das Zimmer Angus Mac⸗Farlane's hinausging und lehnte ſich auf die Brüſtung des dem Lords⸗ corner gegenüber gelegenen Fenſters.
Anna Mae⸗Farlane befand ſich noch immer in dem Zimmer, in welchem wir ſie geſehen haben und ſaß in der Bergere, welche ihr zum Bette diente. — Aber ſie war ſehr bleich und verändert. Ihre gerötheten Augen hatten ſehr viel geweint; ſogar in dem Schlafe, welcher ſie überfallen, behielt ſie eine ſchmerzliche, wie erſchreckte Haltung.
Das Licht einer Kerze erleuchtete ſanft ihr Geſicht, auf welchem, wie in einem Spiegel, ſichtbar die kindlichen Er⸗ 1 ſcheinungen ihrer Träume zu leſen waren. — Bembo be⸗ trachtete ſie lange ſchweigend. ₰ — Wenn es Jemanden in der Welt gibt, den ich 44 liebe .flüſterte er endlich. O ja, es iſt eine Liebe von geſtern, die ich morgen werde vergeſſen müſſen . Eine Liebe ohne Vergangenheit wie ohne Zukunft . . . Aber ich liebe ſie, — liebe ſie ſo, wie ich noch nie geliebt habe, wie ich niemals wieder lieben werde.
Es war eine von den ſeltenen Londoner Winternächten, wo die kalte Klarheit der Polargegenden herrſcht. An den dünnen Zweigen der Bäume glänzte der Reif und ſtrahlte die reichen Lichter des untergehenden Mondes wieder. — Die Straße unter dem Fenſter war öde. Blos von fern her in Grosvenor⸗Place hörte man das Rollen eines verſpäteten Wagens.


