Teil eines Werkes 
3. Theil (1844) Die große Familie / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Der Laird hatte, ſeinen Sieg verfolgend, ihn auf den Teppich niedergeworfen und lag ihm mit ſeiner ganzen Schwere auf der Bruſt.

Rio Santo wurde einen Augenblick durch dieſen Zu⸗ wachs an phyſiſchem Schmerz wieder elektriſirt, bewegte ſich unwillkührlich und wurde dann wieder leblos.

Er lag hintenüber, den Kopf auf dem Teppich, die Augen mit Willen geſchloſſen. In dem Augenblicke, wo jede Ausſicht auf Rettung, ſo gering ſie auch ſein mag, ihm genommen war, hatte er, wie wir geſehen haben, ſeinen Träumen von Größe, ſeinen gigantiſchen politiſchen Plänen ein ſchmerzliches Lebewohl geſagt, und rief unter den tödtli⸗

chen Krämpfen, welche der letzten Regungsloſigkeit vorher⸗

gehen, eine geliebte Erinnerung, einen Troſt für die ent⸗ ſchwundene Hoffnung in ſeiner Seele wach. 5

Der Laird drückte noch immer, er drückte immer ſtär⸗ ker; — und doch legte ſich auf Rio Santo's Stirn, die ganz violett vom Blutandrang und von den geſchwollenen

Adern ganz bunt durchzogen war, ein gewiſſer Ausdruck von

Ruhe.

Sanft und heiter ſtieg ein geliebtes Bild in Rio Santo's Herz hinein. Ein reizendes, junges Geſicht war es, das auf der Kinderſtirn ſein braunes, ſchimmerndes Haar wie einen engliſchen Heiligenſchein trug. Das Geſicht war o Zweifel das Original des Portraits, das zwiſchen den Fenſtern hing; aber um wie viel war es ſchöner als! Gemälde!