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dieſem Todeskampfe von wenigen Sekunden war eine ganze Welt von Gefühlen.
Niemals war ſein Plan und deſſen Einzelnheiten, in der Idee einfach, aber in Anwendung der Mittel aufs Un⸗ endlichſte komplicirt, ihm ſo klar und glänzend erſchienen, wie jetzt.
— O leben, leben, nur noch einige Tage leben, mein Gott, dachte er, und der Erfolg kann mir nicht entgehen. .. Das Ziel iſt mir dicht vor der Hand, ich berühre es!
Man ſieht ſtets die Dinge, welche man für immer verlaſſen muß, vollkommener und ſchöner, und jede Partie ſcheint unverlierbar, die man aufgeben muß, bevor das Schickſal entſchieden hat.
Dieſer herzzerreißenden Prüfung gegenüber fühlte Rio Santo ſich ſchwach und flüchtete ſich zu anderen Erinnerun⸗ gen, die zwar auch bitter waren, aber doch einen freundlichen Beigeſchmack hatten. Er ging in Gedanken den ganzen Lauf ſeiner Exiſtenz zurück und ſuchte jenſeits der letzten Eindrücke, ſeiner Arbeiten und Mühen oder ſeiner vorübergehenden Lieb⸗ ſchaften ein geſegnetes Andenken, eine fromme Erinnerung, eine edle, reine Liebe.
Viele Male hatte er dieſe noch immer theure Liebe wie einen Balſam auf die Wunden gelegt, welche ſein Herz unter
den Zufülligkeiten ſeines abenteuerlichen Lebens empfing. Anch dießmal wirkte das Mittel.
Das Bild, das er heraufbeſchworen, erſchien, und Rio
Santo fühlte in ſich eine ruhige Kraft.


