ſeine verzweifelte Lage gab ihm einen Augenblick ſeine natür⸗ liche, durch den ſechstägigen Kampf erſchöpfte Kraft wieder. Es gelang ihm, den Laird hintenüber auf das Kiſſen zu legen, und er glaubte dieſer Kriſis Meiſter geworden zu ſein. Der Laird blieb in der That zwei bis drei Sekunden unbe⸗ weglich; aber in dem Augenblicke, wo Rio Santo ſich ver⸗ ſchnaufte, erhob Angus ſich wieder mit ungeheurer Gewalt, griff mit beiden Händen den Marquis an die Gurgel und erwürgte ihn, indem er ein wildes Triumphgeſchrei ausſtieß.
Es war um den Marquis geſchehen. Seine Arme waren matt ihm vom Körper herabgeſunken; er konnte weder ſich vertheidigen, noch auch Jemanden um Hülfe herbeirufen. Ohne die Vefinnung gerade verloren zu haben, fühlte er ſich ſo ganz ohnmächtig unter dem wilden Drucke dieſer eiſernen Finger, welche um ſeinen Schlund hafteten, daß ſogar der Inſtinkt der Vertheidigung in ihm erloſch.
Die Angſt dieſes Augenblickes läßt ſich nicht beſchreiben. Rio Santo ſah ſich ſterben; mit ihm ſtürzte das Gebäude zuſammen, das er allein und mit ſeinen Händen vom Grund⸗ ſtein bis zum Gipfel mühſam erbaut hatte. Seine ſo weit ausgreifenden und gereiften Pläne entſchwanden wie tolle thörichte Träume, und da er keinen Vertrauten hatte, blieb nichts von ihm in dieſer Welt.
In dieſer letzten Stunde bereute er bitter, daß er ſein Leben einer gewöhnlichen Hinneigung, einem Gefühle der Liebe zum Opfer gebracht habe, er fluchte nicht dem Manne,
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