Teil eines Werkes 
3. Theil (1844) Die große Familie / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Er ſtrich lebhaft die Aermel ſeines Schlafrockes zurück.

— Er zerfleiſcht meine Arme, .. ſeine Nägel haben meine Bruſt zerriſſen! .. . das Fieber macht ihn ſtark . Geſtern fehlte mir der Athem, und ich glaubte, daß ich un⸗ ter ſeiner wuthvollen Umarmung ſterben müßte .. . Mein Gott, mein Gott, Erbarmen! .. . nicht für mich, aber für ſo viel Unglückliche, welche leiden und deren Retter ich ſein wollte.

— Rio Santo, hob Angus ſpöttiſch an, man nennt ihn jetzt Rio Santo . . o, ich weiß, wer dieſer Rio Santo iſt .. es iſt Fergus, der Räuber von Teviot⸗Dale Fergus der Mörder, den ich nicht tödte, weil mein Herz feige iſt einem Manne gegenüber, den ich geliebt habe aber ich werde Muth faſſen, um der Stimme meiner Träume ge⸗ horchen zu können. Sattle mein Pferd, Dunkan von Leed!

Rio Santo hörte traurig zu. Gerade dieſe indiskrete Raſerei Angus Mac⸗Farlanes bannte den Marquis an ſein Lager; Rio Santo hatte keinen Vertrauten, kein Ohr ſollte dieſe alten Geheimniſſe hören, welche der Fieberrauſch des Lairds verrieth.

Und hier blieb er nun, er, deſſen Zweck, den er ſeit funfzehn Jahren mitgeduldiger und unermüdlicher Hartnäckigkeit verfolgt „dem entſcheidenden Momente des Vollbringens ent⸗ gegen ſah; er blieb auf die Gefahr hin, im Angeſichte des Hafens Schiffbruch zu leiden.

Er liebte Angus; — und bei Rio Santo war jedes Gefühl ſtart.