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Ermattet ſank ſein Kopf ſchwer auf das Kiſſen nieder.
Rio Santo ſtand auf und dehnte ſeine ermüdeten Glie⸗
der; darauf ging er auf das Fenſter zu und zog die Vor⸗ hänge zurück.
Sein Auge ſchloß ſich vor dem Glanz des Tages und es war ein ſchmerzvoller Anblick, die vollkommenſte Erſchö⸗ pfung in lesbaren Zügen auf ſeinem Antlitze zu ſehen, das vor Kurzem noch ſo ſtolz war.
Es ſchien, als habe ihn der Finger Gottes berührt. Er war nur noch der Schatten ſeiner ſelbſt.
Das Zimmer, in welchem er ſich befand, ging auf einen engen Durchgang hinaus, welcher von den Pferdeſtällen ſeines Hauſes nach Belgrave⸗Lane führte; dieſer Durchgang war ſchon belebt von Stallknechten und Grooms.
Rio Santo betrachtete ſie und es lag Neid in ſeinem Blicke.
— Sie find glücklich, flüſterte er endlich; — ihr Leben
vergeht ohne andere Ermüdung, als die des Körpers ..
ſie haben Freunde, welche nöthigenfalls ihre Stelle vertreten und ihre zufällig unterbrochene Arbeit fortführen würden ..
aber ich, o, ich bin allein, mein Werk ruht auf mir, ganz
auf mir! Hier liegt der einzige Menſch, dem ich jemals einen Winkel meiner Seele gezeigt habe, und dieſer Menſch liegt im Fieberwahn .. und erſchöpft meine Kräfte in un⸗ ſinnigen Kimpfen er tödtet mich im Einzelnen nach und nach, bevor er mich mit einem Schlage mordet, wie er es noch einmal in ſeinem Wahnfinn thun wird.
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