Der Marquis von Rio Santo ſaß vor der Heffnung der Vorhänge auf einem Stuhl, betrachtete den Kranken mit Unruhe und ſchien einem eben ſo intenſiven Fieber zur Beute als jener.
Er war blaß und in einem Zuſtande völliger Erſchö⸗ pfung. Seine Augenhöhlen, welche durch Ermüdung einen bläulichen Schimmer bekommen, ſtachen gegen die krankhafte Bleiche ſeiner Stirn und den entzündeten Rand ſeiner Au⸗ gen ab. Sein Körper, der zu ſchön in ſeinen Verhältniſſen war, als daß er nicht von ungewöhnlicher Kraft hätte ſein ſollen, neigte ſich in ſich ſelbſt zuſammen, als ob jede Kraft ihn verlaſſen hätte. Er athmete ſchwer und ſeine Mienen drückten eine herbe Traurigkeit aus.
Die Uhr eines benachbarten Zimmers ſchlug ſieben. Rio Santo ſtrengte ſich an, um ſich umzuwenden und ſah nach dem Fenſter.
— Wieder eine durchwachte Nacht nach einem Tage voller Unthätigkeit, murmelte er; — dieſer Menſch ſagt wahr er wird mich tödten!
Eine plötzliche Convulſion des Kranken bewegte heftig die Bettdecke deſſelben.
— Alle Beide! alle Beide! ſchrie er mit hohler Stimme.
Rio Santo ſtand auf und fuhr mit einem Schnupftuche, das mit friſchem Waſſer und Weineſſig getränkt war, über die Stirn des Kranken.
— Alle Beide! alle Beide! ſagte dieſer wieder, indem
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