Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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damit begnügt, nicht den Fuß auf den Unglücklichen zu ſetzen, der auf dem Pflaſter liegt. Einen Schritt aus ſeinem Wege thun, iſt ſchon ſehr viel für beſchäftigte Leute, Vaſallen der Habſucht, bei welchen der Egoismus ſo ungeheure Proportio⸗ nen angenommen, daß ihr Univerſum nur in ihnen iſt und ihre kurzſichtige Seele nicht weiter als zwei Schritte vor ſich ſieht! . .. Ach, ich kenne London, Mylord! — Ich habe ſo viel darin gelitten.

Mir war es, als habe ich einen Traum gethan, der in ſeiner Schauerlichkeit alle Grenzen überſchritten. Inſtinkt⸗ mäßig richtete ich meine Schritte nach unſerer Wohnung von Faringdon⸗Street, aber bevor ich dort ankam, war mir das Bewußtſein des Geſchehenen wieder zurückgekehrt. — Mein Vater und Roboam! — Ich war allein in der Welt, allein, Mylord, ich, deren Kindheit man verlängert hatte, die ich von Nichts wußte, als von nichtswürdigen oder leichtfertigen Dingen ..

Seit unſerem Auszuge aus Goodmans Field hatte ich oft an Sie gedacht, aber in dieſem Augenblicke ſchmetterte mich der Gedanke an meine Verlaſſenheit nieder. — Auch ich, wie der arme Roboam, ſehnte mich nach meinen Tagen der Sklaverei zurück ..

Zwei Tage verbrachte ich in meinem Zimmer einge⸗ ſchloſſen. Ich hatte Furcht vor dem Draußen. Alles war für mich unbekannt und das Unbekannte erſchreckt. — Nach

3 dieſer Zeit ging mir eine thörichte Hoffnung durch die Seele,

und dieſe Hoffnung konnte nur mich beleben, die ich keine 16**