Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Ahnung vom Leben hatte. Ich beſchloß, Sie zu ſuchen, um Ihnen zu ſagen, daß ich Sie liebe.

Brian ergriff ihre Hand und drückte ſie ſanft.

— Warum find Sie nicht gekommen, Suſanna? unter⸗ brach er ſie.

— Ich habe Sie ſechs Monate lang geſucht, Mylord! London iſt ſehr groß, und Sie verbargen ſich, weil die, welche Ihnen Geld geliehen, Sie ins Gefängniß ſetzen wollten.

— Es iſt wahr, flüſterte Brian, es iſt wahr! Die ge⸗ heimnißvolle Hand, welche meine Börſe füllt, hatte ſich noch nicht zwiſchen mich und meine Gläubiger gelegt.

Tyrrel fing zu lachen an.

— Haben Sie, Maudlin, wohl von jenen dreiſten

Schelmen gehört, welche mit dem Teufel einen Pakt machen?

— Weshalb dieſe Frage, Mylord!

— Hole der Teufel Ihre unheilbare Neugier, Maud⸗ lin!. Dieſer ſchöne Herr erinnert mich an jene alten Ge⸗ ſchichten . . Die geheimnißvolle Hand, von der er ſpricht, iſt etwas Aehnliches wie der Teufel, — und Sie wiſſen, daß der Teufel immer früher oder ſpäter ſeinen Klienten den Hals umdreht .. .

— Ich erfuhr, daß Sie in Clifford⸗Street wohnten,

Brian, ſagte unterdeß Suſanna; — das iſt Alles, was man

mir zu ſagen wußte. Sechs Monate hindurch ging ich alle

Tage nach Clifford⸗Street. Niemals begegnete ich Ihnen. —

Es fehlte mir nicht an Geduld, Mylord; als ich nicht mehr hinkam, geſchah es nur, weil ich nicht mehr kommen konnte.

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