Die Geſchwornen verließen ihre Plätze, gruppirten ſich und begannen eine geſchäftige Unterhaltung. Es wäre ab⸗ ſcheulich, wenn man denken müßte, Mylord, daß ſie nicht die ernſte Frage erörterten, die ihnen vorgelegt wurde. — Und doch, großer Gott, welche Gleichgültigkeit auf allen ihren Geſichtern!
Nach zehn Minuten tänzelte einer von ihnen wieder herbei und ging auf ſeinen Sitz zurück. Faſt zu gleicher Zeit folgte ein anderer ſeinem Beiſpiele, darauf wieder einer, ſo daß bald alle Geſchworenen ſich wieder auf ihren Sitzen befanden, die Beine kreuzten, und ihre Blicke gleichgültig an der Decke ſpazieren ließen.
Der Sprecher der Jurh blieb blos ſtehen. Auf die Frage des Präfidenten ſprach er das Verdikt aus, mit der einen Hand in der Taſche ſeiner Pantalons, die andere in ſeinem Jabot. — Mein Vater wurde mit Einſtimmigkeit ſchuldig befunden.
— Nun, Mylord, begannen neue Debatten, der Attor⸗ ney des Königs und der Vertheidiger öffneten dicke Bücher, und ſchleuderten ſich lateiniſche Citationen zu, worauf der erſte Beamte ihnen Stillſchweigen auferlegte. Man weckte den Alderman, der ſich die Augen rieb, und die Richter he⸗ gannen ihre Berathung.
In dem Augenblicke, wo ſie ihre Sentenz abgaben, welche die Todesſtrafe gegen meinen Vater ausſprach, wurde der freudige Lärm, mit welchem man den jungen Advokaten beglückwünſchte, ſo tumultuariſch, daß der Gerichtsdiener noch


