Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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mußte. Mein Vater hörte das Urtheil an, ohne die geringſte Aufregung zu zeigen. Robvam dagegen ſtieß ein gellendes Geſchrei aus, und ſchlug verzweiflungsvoll an ſeine Bruft. Mein Vater richtete einen Blick des Mitleids an ihn.

— Armer Narr! ſagte er abermals, — auf Wieder⸗ ſehen, Suky!

Seine Wächter ſchleppten ihn fort.

Wir gingen nach unſerem Hauſe in Faringdon⸗Street zurück, meine Ermattung hatte ihren höchſten Grad erreicht. Ich empfand eine vollſtändige und allgemeine Unempfinplich⸗ keit. — Alles, was ich Ihnen erzählt habe, entlockte mir nicht eine einzige Thräne.

Zwei Tage darauf empfing ich durch einen unbekannten Boten einen Brief folgenden Inhalts:

„Ich gedachte aus Dir eine Lady zu machen, Suſanna, ohne dieſen unglücklichen Roboam würde ganz London der Sirene einen Thron errichtet haben, einen Thron, deſſen Stufen von Gold geweſen wären.

„Jetzt iſt alles zu Ende. — Und doch, Suky, wer weiß, was die Zukunft Dir und mir noch vorbehält . ..

„Erinnerſt Du Dich wohl? .. . Ich habe Dir einmal

verſprochen, Dir zu zeigen, was das iſt: gehängt zu wer⸗ den: komme Donnerſtag vor Tagesanbruch nach Old⸗Bailey, meine Tochter .. komm, es iſt mein Wille, mein letzter Wille! — dann werde ich Dir mein Verſprechen halten.